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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie29 Nov 2014 07:02#13596

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dmaus1972 schrieb: Nur durch zu wenig Personal ist es in vielen fällen Akkord, aber wie gesagt andere Baustelle

...und weißt du, was so "toll" daran ist für die Pflegeheime? Es gibt keinerlei Grund mehr, für mehr Personal im Pflegebereich zu sorgen. Denn ihnen wurde eine Begründung auf dem goldenen Tablett geliefert: Da für das Pflegepersonal ein großer (viele Ressourcen beanspruchender) Arbeitsbereich wegfällt, braucht man eben auch viel weniger Personal. Es ist ja "nur noch" Pflege. "Entlastung des Pflegepersonals" nennt man das dann scheinheilig. Ja, ist schon schlau gemacht ;)

Aber der wahre "Geniestreich" bei der ganzen Sache ist: Für die Heime ist die rechtliche Ausgestaltung des Einsatzes von Betreuungskräften auf Dauer ein Garant für kostengünstige Arbeitskräfte. Es gibt keine Chance darauf, dass sich von politischer Seite dafür eingesetzt werden wird, dass die Arbeitsbedingungen für Betreuungskräfte verbessert werden. Viele sind "Aufstocker", beziehen zusätzliche Gelder für ihren Lebensunterhalt, weil sie unterirdisch bezahlt werden und es nur wenige Vollzeitstellen gibt. Das ist entwürdigend, eine riesen Sauerei, denn jemand, der arbeitet, sollte auch so dafür entlohnt werden, dass er davon leben kann. Zudem bedeutet Bezahlung auch Wertschätzung, diese aber wird vielen Betreuungskräften vorenthalten. ABER: Das wird sich (leider) auch nicht ändern. Denn wenn man das einfach mal durchspielt, ergibt sich folgendes:

Angenommen, man erlegt es den Heimen auf, Betreuungskräfte angemessen zu entlohnen --> Heime bevorzugen höher qualifizierte Arbeitskräfte wie z.B. Ergotherapeuten (diese wiederum wären wieder bereit, die Verträge zu unterschreiben, da die Entlohnung ja angemessen wäre) --> die Betreuungskräfte finden keinen Job mehr --> tauchen wieder in der Statistik auf --> der ganze tolle Plan wäre im Eimer.

Ebenso verhielte es sich, würde man den Heimen auferlegen, mehr Vollzeitstellen zu schaffen. Auch ganz schlecht für die Statistik. Wenn man zwei halbe Stellen besetzt, sind immerhin gleich zwei Leute raus aus der Statistik, selbst wenn diese zusätzliche Gelder zum Aufstocken beziehen müssten. Also lieber zwei, die aufstocken als einer, der nicht aufstockt.

Genial, oder? So wird man vera****t. Und das beste kommt noch: Das ganze gibt's gratis! Denn die Beiträge zur Pflegeversicherung werden einfach mal eben um 4% angehoben, um das alles zu finanzieren, während sich stolz mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz gebrüstet wird. Was für Gutmenschen, unsere Entscheider, die sich so sehr für pflegebedürftige Menschen einsetzen! Und das allerschlimmste: Erschreckend viele Leute kaufen ihnen das Schauspiel völlig naiv ab.

dmaus1972 schrieb: und Ergotherapeuten in einem heim müssen doch nicht auf Rezept arbeiten

Wie gesagt: Sie können auch nicht auf Rezept arbeiten. Die Frage nach der Arbeit auf Rezept stellt sich gar nicht.

dmaus1972 schrieb: es gibt so viele Bewohner die keine Rezepte mehr erhalten oder eine pause einlegen müssen bis wieder verschrieben werden kann, warum übernimmt der Ergotherapeut dann nicht die Therapie?

Ganz einfach: Weil sich die Heime über die Pflegesätze finanzieren und die Pflegekassen für Therapie nicht zuständig sind. Therapien sind in den Pflegesätzen nicht enthalten, soziale Betreuung aber sehr wohl. Wenn du Lust hast, informiere dich doch mal und setz dich mit den Rahmenbedingungen auseinander. Anders ist eine vernünftige Diskussion kaum möglich.

Viele Grüße! Malin
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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie30 Nov 2014 10:44#13597

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guten morgen,

die Pflege ist immer noch auch für soziale Betreuung zuständig, wenn sie mit Bewohnern an den tisch gehen und eine Tasse Kaffee mit ihnen trinken oder wenn personal raucht, kann man gleich einen rauchenden Bewohner auch mit dort hinnehmen. nur sie denken weil wir betreuungskräfte da sind das das für sie wegfällt, das ist der Irrtum und ich bin eine zusätzliche Betreuungskraft nach §87b Abs. 3 SGB XI

sprich ich bin zusätzlich für Bewohner die mit 87b eingestuft wurden und bin zusätzlich für den Bewohner da und das sehen die Pflegekräfte dann falsch, wir nehmen ihnen ihre Soziale Betreuung gar nicht weg, das denken die meisten aber, wo langsam der Groschen fällt, aber nun schaffen sie das kaum noch mit ein zu binden, weil sie falsch gedacht haben. Wir nehmen bei der zusätzlichen Betreuung keinem etwas weg.

und über mehr muss ich mir keine Gedanken machen, mein berufsstatus ist für mich wichtig und mir macht es Spaß als zusätzliche Betreuungskraft nach §87b Abs.3 SGB XI ;)

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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie30 Nov 2014 15:51#13598

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Lachen oder weinen? Ich kann mich einfach nicht entscheiden... :huh: Muss darüber nachdenken, wie ich das finden soll, bevor ich antworte.

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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie30 Nov 2014 18:44#13599

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was du tust ist mir ehrlich gesagt egal, es ist so gewesen, das die pflege sagte sie brauchen ja keine soziale Betreuung mehr machen, was aber nicht stimmt, denn wir sind zusätzlich für die Betreuung zuständig für Bewohner die 87b eingestuft sind.

das Wort zusätzlich, sollte jedem geläufig sein.

wünsche nun allen in ihrem beruf schönes arbeiten :)

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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie01 Dez 2014 06:23#13604

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Ich meine auch nicht, was irgendeine Pflegekraft irgendwann mal zu irgendwem gesagt hat, sondern - entschuldige, ich sag's jetzt einfach mal so direkt, hab's mir schon bei den letzten Beiträgen verkneifen müssen - diese (für mich) erschreckende Naivität und die ignorante Einstellung.

Kopfschüttelnde Grüße, Malin

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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie01 Dez 2014 06:49#13605

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ignorante Einstellung seh ich für mich nicht ;) und es ist leider wirklich so und ich sah es schon oft das Pflegekräfte der Meinung sind wir nehmen ihnen die Soziale Betreuung weg, was aber nicht stimmt.

könnte bei dir auch kopfschütteln, aber ganz ehrlich, jeder hat seine Meinung dazu und so soll es auch sein.

wünsche dir weiterhin viel spaß bei deinen aussagen, ich widme mich mal in kürze meiner arbeit ;)

man sollte nicht alles schlecht reden.

have a nice day ;)

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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie03 Dez 2014 05:20#13607

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"Wie willst du als Angestellte im Heim zusätzlich auf Rezept arbeiten?? Du würdest doppelt abrechnen, es geht schlichtweg nicht (und wäre auch unlogisch)".

Das mit Abrechnung meine ich keinesfalls, so wie du es beschrieben hast. Mit Rezept meine ich, dass der Hausartz, der Visite bei der BW macht, die Ergotherapeuten (Heim-Ergos), in d. Heilungsprozess miteinbeziehen. Stadessen bekommen manche BW, Ergo von ausserhalb ( Praxen), und die andere Ergos ( Heim-Ergos) dürfen weiter Heimnachmittage planen... Wie müssen garnicht abrechen mit KK. Aber Indikation vom Artz wäre eine richtige und wichtige Sache, denn dann würde ich sagen: "Veranstaltungen = machen die andere Mitarbeiter in Begl. Dienst, Ergos =machen Therapie"

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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie03 Dez 2014 08:19#13608

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dmaus1972 schrieb: ignorante Einstellung seh ich für mich nicht ;)


Natürlich siehst du das nicht. Habe ich nach deinen bisherigen Beiträgen auch nicht erwartet. Falls du es dennoch verstehen möchtest, DAS hier habe ich als ignorant bezeichnet:

dmaus1972 schrieb: und über mehr muss ich mir keine Gedanken machen, mein berufsstatus ist für mich wichtig und mir macht es Spaß als zusätzliche Betreuungskraft nach §87b Abs.3 SGB XI ;)


Solange es einem selbst gut geht, ist "Hirn aus" natürlich immer eine Option. Nicht nur in Bezug auf Missstände in Pflegeheimen, schlechte Arbeitsbedingungen und "politische Vera****e", sondern auch auf so viele andere Dinge, mit denen man sich so ungern auseinander setzt, weil sie so unbequem sind. (Ironie off) :blink:

Du hast die Gesamtentwicklung nicht im Blick. Die Missstände waren schon vor dem Einsatz von Alltagsbegleitern da, da war die Personalabdeckung schon so knapp, dass die Pflege kaum noch Betreuung leisten konnte. Dann hat man Alltagsbegleiter eingesetzt. Insofern hat natürlich keine Betreuungskraft den Pflegekräften die Arbeit aus der Hand gerissen.
Die richtige Lösung wäre aber gewesen, einzusehen, dass es mit so wenig Personal nicht möglich ist, menschenwürdige Bedingungen (für alle!) zu schaffen, und als Konsequenz mehr Pflegekräfte einzustellen. Statt dessen wurde die Sparvariante gewählt. DA liegt der Hase im Pfeffer.

Wenn du meinst, dass das nicht so ist, dann bin ich gespannt, wie Pflegekräfte deiner Meinung nach vernünftige Betreuung leisten sollten. Wenn du dir Zahlen anschaust und mal ein bisschen rechnest, wirst du schnell feststellen, dass das unter den vorherrschenden Bedingungen nicht funktionieren kann.

carmina33 schrieb: Mit Rezept meine ich, dass der Hausartz, der Visite bei der BW macht, die Ergotherapeuten (Heim-Ergos), in d. Heilungsprozess miteinbeziehen. Stadessen bekommen manche BW, Ergo von ausserhalb ( Praxen), und die andere Ergos ( Heim-Ergos) dürfen weiter Heimnachmittage planen... Wie müssen garnicht abrechen mit KK.


Na, dann nenn es doch auch nicht "Rezept", ist doch klar, dass dann Durcheinander entsteht. Auf Rezept zu arbeiten ist etwas völlig anderes als einfach nur nach ärztlicher Indikationsstellung.
Andere Aspekte ignorierst du einfach, wie zum Beispiel die Tatsache, dass für soziale Betreuung explizit Gelder gezahlt werden, für Therapien aber nun mal nicht. Ein Heimbewohner wird diesbezüglich ebenso behandelt, wie jeder andere Mensch auch: Wir haben auch keinen Therapeuten zu Hause sitzen. Wenn wir Behandlung benötigen, gehen wir zum Arzt und bekommen ein Rezept. Das Procedere bei Heimbewohnern ist nicht anders, wieso sollte es auch? Und bevor argumentiert wird, dass es doch Heimbewohner sind, die nicht grundlos dort sind: "Betagt sein" an sich ist kein behandlungsbedürftiges Krankheitsbild und rechtfertigt nicht automatisch eine therapeutische Behandlung.

Viele Grüße, Malin
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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie03 Dez 2014 19:46#13610

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Zitat: Und bevor argumentiert wird, dass es doch Heimbewohner sind, die nicht grundlos dort sind: "Betagt sein" an sich ist kein behandlungsbedürftiges Krankheitsbild und rechtfertigt nicht automatisch eine therapeutische Behandlung.

Und doch, werde ich genau diesen Argument nennen, nämlich dass ein Bewohner nicht zu Hause ist sondern in ein Pflegeheim und das nicht grundlos ! Sie sind hoch betagt haben aber mindestens eine Krankheit, die meisten sind multimorbid. Da rechtfertigt sich schon bei den meisten eine therapeutische Behandlung. Nicht umsonst kommen Krankengymasten oder Ergotherapeuten auf Rezept bei den meisten Bewohnern. Und ich möchte das gleiche tun wie sie. Vielleicht haben die KK weniger Kosten, wenn die Therapeuten, die ja sowieso in d. Heime sind, ihre therapeutische Arbeit machen können.
Solange aber die Therapeuten nur den Bereich "soziale Betreuung" betrachten und ihre Arbeit nach der aktuelle Definition der MDK machen müssen, solange werden in Heime keine Evidenz bassierte Therapien durchgeführt.

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Letzte Änderung: von carmina33. Grund: Text

Alltagsbegleitung und die Ergotherapie03 Dez 2014 20:58#13611

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Malin ob du es glaubst oder nicht, ich seh eine Menge und ignorant nenn ich was anderes ;) aber ganz ehrlich ich mach die Berufsgruppen keinem madig und noch mal alltagsbegleiterin steht nicht in meinem vertrag ;) sondern wie schon irgendwo oben geschrieben Betreuungskraft nach §87b Abs. 3 SGB XI ;)

du hast deine Meinung und ich meine, nur das ich nicht alles madig mache. und unterbezahlt sind viele berufsgruppen nicht nur die pflege oder betreuungskräfte oder andere berufsgruppen.

und ich kann Carmina recht geben, ihre Therapien gehen unter im heim, das steht ausser Frage. ich könnte auch alles was zu geschrieben hast auseinander pflücken wenn ich das wollte, aber so kleinlich bin ich nicht ;)

also nicht alles immer schlecht reden, was nicht schlecht ist für die Bewohner. hier geht es viel mehr um Ergotherapie und dies kann man mit unserem betreuungspunkt nicht vergleichen. nur das wir als Team samt ergo und betreuungskräften im Team arbeiten und uns gegenseitig bei allen dingen unterstützen ;)

so nun auch genug für heute wünsche schöne restwoche und ein schönen nikolaus und zweiten Advent, wer mag ;)

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Letzte Änderung: von dmaus1972.

Alltagsbegleitung und die Ergotherapie04 Dez 2014 09:30#13612

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Der Vergleich hinkt etwas, aber schaut euch den Beitrag an:

www.swr.de/…/did=14474…/nid=233454/11qzda9/index.html

Aber wenn das auf Rezept laufen würde, dann müßten neue Leute eingestellt werden und die Ergos ganz entlassen oder hochstufen. Aber es müßte eine klare trennung her. Sie dürften wenn dann auch nicht vom heim her eingestellt werden, dann wohl eher vom ambulanten Dienst, wenn dies überhaupt gehen würde.

In einem heim ist es zwar auch die aufgabe ergotherapie zu machen, aber nicht in dem maße wie in ner rehaklinik.

Wer in einem heim arbeitet muss damit leben, beschäftigungstherapeut zu sein, wie der name schon sagt.

sorry dmaus, daß ich mich da noch mal einklinke ;)

Frohe Weihnacht

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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie04 Dez 2014 20:49#13613

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Sonja jeder darf seine Meinung äußern ;) musst dich dafür nicht entschuldigen. :)

Eigentlich könnten Ergotherapeuten doch auch ohne Rezept den Bewohnern helfen, die keine Rezepte mehr erhalten.

hatte eine Bewohnerin, die bekam eigentlich regelmäßig Rezepte (Therapeutin kam rein)und dann mussten auf einmal drei Monate pause eingelegt werden, für die Zeit könnten doch die Ergotherapeuten aus dem Haus einspringen. Das Ergotherapeuten auch mit ihren Patienten basteln oder anderes um an den Patienten ranzukommen in der Praxis, kann man ja im Heim weiter machen um Ressourcen zu fördern und Kontrakturen und wie es noch alles in der Ergo heisst weiter zu machen um dem Bewohner zu helfen.

Viele Bewohner brauchten dauerhaft Therapien

Es hat alles seine Vor- und Nachteile, nur man sollte nicht nur immer schlechtes sehen.

Jeder sollte das beste aus seinem Beruf machen und rausholen und wenn ab nächsten Jahr alle den zusätzlichen Betreuungsaufwand erhalten, wird sich vielleicht auch noch mehr verändern in anderen dazugehörigen Berufen, ich denke positiv auch wenn es nicht immer einfach ist und sein wird :)

wünsche angenehme Restwoche. schon irre wie die Tage vergehen.

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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie04 Dez 2014 21:35#13614

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ja, das ist halt das was jeder aus seinem beruf macht...der eine führt nur gespräche...der andere übt treppensteigen ;)

nä jahr wird es höhere renten und krankenkassenbeiträge geben, sowie heimkosten...irgendwer muss das ganze ja zahlen ;)

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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie04 Dez 2014 21:48#13615

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ich führe ja nicht nur Gespräche, aber auch das ist wichtig, gibt einige die sind dankbar auch für das, um einfach alles sich von der seele zu reden oder einfach nur für das da sitzen dankbar sind.

schauen wir mal was alles so passiert im neuen jahr. wird sicher überall wieder spannend was auf kosten zu kommt, da bin ich auch auf die bahn gespannt..smile..

schönen abend für alle die mögen :)

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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie05 Dez 2014 06:21#13618

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carmina33 schrieb: Und doch, werde ich genau diesen Argument nennen, nämlich dass ein Bewohner nicht zu Hause ist sondern in ein Pflegeheim und das nicht grundlos


Richtig, er ist weder in einem Krankenhaus, noch in einer Reha-Klinik, einer Therapieeinrichtung oder ähnlichem, sondern in einem Heim.

carmina33 schrieb: Sie sind hoch betagt haben aber mindestens eine Krankheit, die meisten sind multimorbid. Da rechtfertigt sich schon bei den meisten eine therapeutische Behandlung. Nicht umsonst kommen Krankengymasten oder Ergotherapeuten auf Rezept bei den meisten Bewohnern.


Auch richtig. Denn noch mal: Bei einem Heimbewohner greift dasselbe Procedere wie bei jedem anderen, er ist kein Sonderfall (wieso auch?): Liegt Behandlungsbedarf vor, erhält er ein Rezept und kann eine Therapie in Anspruch nehmen.

carmina33 schrieb: Und ich möchte das gleiche tun wie sie


Ja, dass es eigentlich genau darum geht, dass du das möchtest, ist schon lange deutlich geworden. Und immer noch steht es dir frei, dir eine Anstellung in einer Praxis zu suchen.

carmina33 schrieb: Vielleicht haben die KK weniger Kosten, wenn die Therapeuten, die ja sowieso in d. Heime sind, ihre therapeutische Arbeit machen können.
Solange aber die Therapeuten nur den Bereich "soziale Betreuung" betrachten und ihre Arbeit nach der aktuelle Definition der MDK machen müssen, solange werden in Heime keine Evidenz bassierte Therapien durchgeführt.


"Ihre therapeutische Arbeit" in dem Sinne, in dem du sie meinst, gibt es aber nun mal gar nicht. Soziale Betreuung ist in den Kosten vorgesehen, Therapien nicht. Siehe oben: Die Bewohner befinden sich nicht in einer Klinik o.ä. Dementsprechend tut ein Therapeut, der "nur den Bereich 'soziale Betreuung' betrachte[t]" einfach nur das, wofür er bezahlt wird und verhält sich korrekt. Dass die Kosten sinken würden, ist unrealistisch und unlogisch, oder willst du dann die Aufgaben, die aktuell die in der sozialen Betreuung angestellten Ergotherapeuten übernehmen, ersatzlos streichen? (siehe Ausführungen von Sonia_80)

dmaus1972 schrieb: ;) aber ganz ehrlich ich mach die Berufsgruppen keinem madig und noch mal alltagsbegleiterin steht nicht in meinem vertrag ;) sondern wie schon irgendwo oben geschrieben Betreuungskraft nach §87b Abs. 3 SGB XI ;)


Die Begrifflichkeiten werden synonym verwendet ;) Es geht auch nicht ums Madig-Machen, sondern um eine kritische Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten. Du sprichst vom "Schlechtreden", ich vom "Schönreden". Ein kleines Beispiel von einem anderen Berufszweig: Wenn ich zum Friseur gehe, achte ich darauf, nicht zu den zu Recht in Verruf geratenen Ketten zu gehen und frage die Mitarbeiter nach ihren Arbeitsbedingungen (auch wenn ihnen sicherlich oft nichts anderes übrig bleibt, als zu Lügen - immerhin habe ich gefragt). Da möchte ich auch nicht das Friseurhandwerk schlecht machen, sondern Verantwortung übernehmen und ein bekanntermaßen häufig vorliegendes ausbeuterisches System nicht unterstützen.
Und auch noch mal: Ich habe überhaupt nichts gegen den Einsatz von Alltagsbegleitern, sondern gegen die Art der Umsetzung, die Rahmenbedingungen.

dmaus1972 schrieb: und unterbezahlt sind viele berufsgruppen nicht nur die pflege oder betreuungskräfte oder andere berufsgruppen.


Und? Macht's das besser?

dmaus1972 schrieb: also nicht alles immer schlecht reden, was nicht schlecht ist für die Bewohner.


Es geht doch gerade gar nicht darum, was gut oder schlecht für die Bewohner ist. Es geht darum, was gut oder schlecht für die Angestellten ist. Wer "zum Wohle des Bewohners" schlechte Arbeitsbedingungen und scheinheiliges politisches Vorgehen in Kauf nimmt, sollte über seine Abgrenzungsfähigkeit nachdenken.

Sonia_80 schrieb: In einem heim ist es zwar auch die aufgabe ergotherapie zu machen, aber nicht in dem maße wie in ner rehaklinik.

Wer in einem heim arbeitet muss damit leben, beschäftigungstherapeut zu sein, wie der name schon sagt.


Dem kann ich nur zustimmen, genau das meine ich die ganze Zeit :)

dmaus1972 schrieb: Viele Bewohner brauchten dauerhaft Therapien


Wenn jemand, der Behandlung benötigt, diese nicht bekommt, liegt der Fehler im System und es ist fatal, dass Arbeitnehmer dies zu kompensieren versuchen. Es ist Aufgabe der Regierung und Versicherungsträger, eine flächendeckende, ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Dazu haben sie aber, wenn immer "unter der Hand" kompensiert wird, überhaupt keinen Grund.

dmaus1972 schrieb: ich führe ja nicht nur Gespräche, aber auch das ist wichtig, gibt einige die sind dankbar auch für das, um einfach alles sich von der seele zu reden oder einfach nur für das da sitzen dankbar sind.

schauen wir mal was alles so passiert im neuen jahr. wird sicher überall wieder spannend was auf kosten zu kommt, da bin ich auch auf die bahn gespannt..smile..


Gespräche sind wichtig, ebenso wie die Betreuung an sich. Das wurde auch von niemandem hier bezweifelt. Wie gesagt: Es ist nicht die Idee der Betreuung, die verkehrt ist, sondern die Art und Weise der Umsetzung.
Die Spannung hält sich in Grenzen: Du wirst, ebenso wie wir alle, 4% mehr in die Pflegekassen zahlen, um die zusätzlichen Kosten zu stemmen.

Viele Grüße, Malin

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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie06 Dez 2014 08:04#13619

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liebe malin,
ich war diesmal absolut sicher, dass du mich persönlich angreifst und nicht in der Lage sein wirst, weiterhin sachlich zu argumentieren. Hier dein Antwort: " dass es eigentlich genau darum geht, dass du das möchtest, ist schon lange deutlich geworden. Und immer noch steht es dir frei, dir eine Anstellung in einer Praxis zu suchen"[/i]. --Wenn ich in eine Praxis gewollt hätte, hätte ich mir nicht die Mühe gemacht hier in Forum zu debattieren.
Es ist sinnlos mit jemand wie du eine Debatte zu führen. Du würdest weiterhin jede einzelne Wort von mir umdrehen.
- Ich bliebe bei meine Meinung, dass Ergotherapie eine bessere Position in der Pflegeheime erhalten soll als zur Zeit der Fall ist. Ich will für alle Ergotherapeuten in Pfegeheime (nicht nur für mich) bessere Rahmenbedinungen, ich will, dass sie gezielt in der Stabilisierungsprozess einer Bewohner miteinbezogen werden und deren Fachkompetenzen mehr gefragt werden sollen.
Ich beende hiermit meinTeil in diese Diskussion. Ich wollte niemanden beledigen oder ärgern sondern einfach ein Signal senden, da ich Lücken in System gemerkt habe. Ich möchte zusammen mit den Alltagsbeleiter kompetent und wirkungsvoll arbeiten.
Das ganze Gesundheitsystem befindet sich auf Veränderungskurs. Die Ergotherapie soll ihr Platz in diesen System haben und behalten.

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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie10 Dez 2014 08:08#13625

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Ich sehe hier keinen "persönlichen Angriff". Durch deine vielen Aussagen im Stil von "ich will aber!!" und dein Ignorieren vieler angesprochener Punkte und Argumente, ist bei mir der Eindruck entstanden, dass es vorrangig um verletztes Ego/Stolz geht und eben nicht um eine (von dir laut eigener Aussage gewünschte) "sachliche Argumentation". Nimmt man sich diese zum Ziel, sollte man in der Lage sein, seine eigenen Emotionen auch mal zurück zu stellen und die Sachlage objektiver zu betrachten. Nichts anderes wollte ich damit sagen - ich denke nicht, dass das unter die Kategorie "Persönlicher Angriff" fällt.

Als solchen begreife ich eher wertende Aussagen über meine Person wie "Es ist sinnlos[,] mit jemand[em] wie du [dir] eine Debatte zu führen." Mit "jemandem wie mir"? Na, ich weiß nicht, ob ich das nun als "sachlich" und nicht "persönlich angreifend" betrachten soll. Aber lassen wir das.

Solange du jedenfalls weiterhin so viele Aspekte ignorierst, wird diese Diskussion ohnehin zu nichts führen und ist vergebene Liebesmüh.

Gruß, Malin

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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie04 Mär 2015 10:44#13704

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Hallo ich habe deinen Beitrag heute gelesen und bei uns im Heim is das so geregelt das ich die soziale Leitung im Haus habe. In einem Seniorenheim bist du ein Teil der suz Betreuung, aber du kannst viele Dinge aus der Ergotherapie mit einfliessen lassenund du musst dich neuen Aufgaben stellen. Das nächste was ich dir ans Herz legen möchte lass die alten Menschen in Ruhe ihre letzte Zeit genießen ohne sie ständig therapieren zu wollen, bring erwas freude in ihr Leben und zaubere ihnen ab und zu ein lächeln ins Gesicht damit ist ihnen meist mehr geholfen. :angry: Ich bin Vorgesetzte und Ansprechpartner der zusätzlichen Btreuungskräfte, kümmere mich um Dienstpläne, Wochenpläne, halte Fortbildung im Haus und scheibe Pflegeplanung. Da viel bei den Pflegeplanung in unser Arbeit mit hinein fällt unterstütze ich Wohnbereichsleitungen. Was noch ganz wichtig ist und wad dich unentberlich macht, wenn du eine Gerontopsychiatrische Fachkraft bist da diese sehr rar sind. Ergos die vor September 2011 in einem Seniorenheim mit dementen Bw gearbeitet hat wird die Gerontofachkraft automatisch von der Heimaufsicht zugesprochen.

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Alltagsbegleitung und die Ergotherapie13 Apr 2015 07:31#13771

  • carmina33
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Zitat: "lass die alten Menschen in Ruhe ihre letzte Zeit genießen ohne sie ständig therapieren zu wollen, bring etwas Freude in ihr Leben und zaubere ihnen ab und zu ein lächeln ins Gesicht damit ist ihnen meist mehr geholfen."
Genau hier liegt das Problem. Wenn ich Bewohner habe, die mir als Handlungsziel " Ich möchte wieder selbstständig auf Toilette gehen können" oder "Ich möchte besser laufen können" eigenständig formulieren kann und wünscht sich therapiert zu werden, dann wäre nicht ausreichend ein Lächeln ins Gesicht zaubern zu wollen. Das Lächeln kommt durch Selbstbewusstsein und Selbständigkeit von alleine wieder zurück. Es ist mir auch völlig klar, dass es BW gibt , wo ein Lächeln ins Gesicht mehr bringt als eine Handlungsorientierte Therapieeinheit. Der Wunsch des BW soll auch respektiert werden.
Es muss uns jedoch allen klar sein, dass wir mit diesen Einstellung uns selbst ins Bein beißen. Kein Heimleiter wird eine teure Ergotherapeutin einstellen, um Freude den BW zu erschaffen! DAS GLEICHE KANN EIN ALLTAGSBEGLEITER TUN! UND ES KOSTET DER HEIMLEITUNG NICHTS! Ich plädiere hier für eine Berufsannerkennung in der Geriatrie Branche. Das geht nur wenn wir ERGOTHERAPIE machen und nichts anders. Sonst sind wir bald Geschichte in Altenheime.

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