Testberichte

 

Deckel des Spielkartons mit ZunftzeichenDa die meisten Menschen im Mittelalter nicht lesen konnten, war es wichtig, an Werkstätten und Geschäften durch Symbole kenntlich zu machen, um welches Gewerbe es sich jeweils handelt. Helmut Schmidt hat in Zusammenarbeit mit der Parkinson Selbsthilfegruppe Bad Kreuznach und der Deutschen Parkinson Vereinigung e. V. ein Spiel entwickelt, das an diese alte Tradition anknüpft. Die Spieler müssen unterschiedliche Berufe durch historische oder moderne Zunftzeichen erraten. In unserem Praxistest erwies es sich als unterhaltsam und therapeutisch wertvoll für Jung und Alt.

SpielkartenMemory-Spiele eignen sich nur bedingt für ältere Menschen, wenn sie visuell, motorisch oder auch kognitiv eingeschränkt sind. Die kleinen Karten lassen sich schwer greifen, nur undeutlich erkennen und die Motive sprechen häufig jüngere Generationen an. Ein neues Spiel, das speziell für den Bereich der Geriatrie und den Einsatz bei Demenzkranken geeignet ist, bietet Humanismen an. Wir haben den Praxistest gemacht.

Quelle: Andrea FrieseTherapeuten und Pfleger kennen folgende Situation: Man betritt den Gemeinschaftsraum und findet die Bewohner apathisch am Esstisch sitzend vor. In 15 Minuten gibt es Mittagessen. Die Zeit reicht also noch für eine kurze Aktivierung. Doch für welche? Langsam gehen einem die Ideen für kurze, sinnvolle und abwechslungsreiche Angebote aus. Für die Suche nach Material ist keine Zeit. In solch einer Situation helfen die Aktivierungskarten von Andrea Friese und Ellen Prang.

Nesteldecke © seni-on Nicht selten zupfen demenziell erkrankte Menschen unaufhörlich an ihrer Kleidung, reißen sie kaputt, zerwühlen sich ihre Haare oder greifen nach allem, was sich in ihrer Reichweite befindet. Ihre Mitmenschen empfinden dieses Verhalten, das in der Fachsprache Nesteln heißt, als nervend und störend, da es viel Unruhe verbreitet. Wir haben die Nesteldecke als eine bereichsübergreifende Lösung getestet.