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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?03 Mär 2009 20:36#5603

  • Divajulia
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Wir haben seit Montag die ersten Alltagsbegleiter in der Einrichtung. Das sind die Damen und Herren, die über die Krankenkassen abgerechnet werden Pro 25 Dementen 1 Alltagsbegleiter. Die unterstehen bei uns ganz klar der PGL und der PDL. Trotzdem möchten sie Materialien von uns haben, um niederschwellige Angebote durchzuführen. Heute sagte mir eine: "So eine Gruppe kann ich doch dann auch machen, so wie du." Klar, ich arbeite niederschwellig, aber die Qualität meiner Arbeit aufgrund meiner Ausbildung ist doch eine andere als von ihr. Dann sagte mir die PDL heute, als ich mich etwas weigerte, meine Fachliteratur für sie zu kopieren, daß wir in ein paar Jahren damit rechnen können, daß Alltagsbegleiter unseren Job im Heim machen können. Supi, oder? Hat halt keine Ahnun g was wir machen.. Sieht alles so einfach aus..

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?04 Mär 2009 07:54#5606

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Oh mein Gott, Du machst mir nicht gerade Mut... :-(
Ab April dürfen wir uns auch auf diese Art von Unterstützung freuen!Ich kann mir nicht vorstellen wie das dann ablaufen soll.
Ein reger Austausch über dieses Thema wäre sicherlich angebracht...
Liebe Grüße und viel Kraft für Dich von hier aus

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?06 Mär 2009 11:13#5622

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Hallo,
klasse da wären wir wieder mal beim Thema. Es ist leider immer noch so, das unsere Arbeit unterschätzt wird. Na klar sieht es von außen so leicht aus wenn wir mit den BW arbeiten, aber darin liegt ja unsere Kunst, das fundierte Fachwissen mit einer professionellen Therapeutischen Haltung (für andere scheinbar sichtlichen ) mit Leichtigkeit zu verpacken. Dabei ist das echt harte Arbeit. Ich habe selber noch keine Vorstellung wie so ein Modell mit einem Altagsbetreuer aussehen soll, aber das was ich bei Divajulia lese läßt nichts Gutes ahnen. Schreib doch mal wie es sich bei Dir weiter so entwickelt. Würde mich freuen wenn noch Andere über ihre Erfahrungen schreiben.
LG Talie

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?06 Mär 2009 18:26#5623

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Hallo ihr!

In unserer Einrichtung gibt es momentan (ich glaube) 44 Bewohner mit einem erhöhten Pflege- und Betreuungsbedarf und es werden demnächst 3 Alltagsbegleiter zu je 20 Stunden die Woche eingestellt.
2 davon werden ehemalige  1-Euro-Jobber unserer Einrichtung sein, die sich über ein halbes Jahr bei der Unterstützung meiner Angebote und der Betreuung der Essgruppe demenziell veränderter Bewohner bestens bewährt haben. Ab Montag beginnen sie dann die Ausbildung zum Alltagsbegleiter.
Generell stehe ich der viel zu knappen Ausbildung Langzeitarbeitsloser (!!!) zum Alltagsbegleiter sehr skeptisch gegenüber.
Dass bei uns 2 ehemalige 1-Euro-Jobber ausgebildet werden und hinterher auch bei uns arbeiten werden, finde ich gut, denn sie kennen die Arbeitsabläufe und die Bewohner und haben gezeigt, dass sie die erforderlichen Voraussetzungen mitbringen.

Seit Mittwoch habe ich nun wiederholt gleich 3 Praktikantinnen auf einmal im Schlepptau, die sich momentan in der Ausbildung zum Alltagsbegleiter befinden.
Ich habe dann die tolle Aufgabe, ihnen zu zeigen, wie sie die Bewohner aktivieren können und schaffe darüber hinaus meine Arbeit nur zu einem Bruchteil.
Besonders schön ist es, wenn sie meinen, nach 100 Theoriestunden alles über Demenz zu wissen, meiner Ergotherapie-Praktikantin über den Mund fahren zu können ( Wortlaut: "Die hat sowieso keine Ahnung"), ihre eigenen Kompetenzen ständig überschreiten (Toilettengänge machen mit Bewohnern die eine relativ frische Fraktur haben) und ich ständig hinterherrennen und nachkontrollieren  muss, dass sie die Bewohner nicht gefährden.
Und nach diesem Praktikum haben sie noch 2 Wochen Unterricht und werden dann auf den Markt geschmissen, holen sich vorher bei mir die Ideen und arbeiten dann sowieso ganz woanders.
Ich bin schon am überlegen, ob ich nicht ein Buch schreibe, wie man 1-Euro-Jobber und Praktikanten / Alltagsbegleiter / Ehrenamtliche / Angehörige anleitet.  Dann könnte ich mit meinem Engagement wenigstens geld verdienen ;-)
Ich habe mir mal das Konzept dieser Ausbildung mitbringen lassen, wenn ich ein wenig mehr Zeit habe, werde ich mal Inhalte darauf hier reinstellen (Frage an die Redaktion: darf ich das?) Ist sicher auch für euch interessant.

Liebe Grüße und einen guten Start ins Wochenende wünscht
Cassiopeia

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?06 Mär 2009 19:40#5625

  • rosi niels
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Hallo
Ich habe es sicher gut wenn ich lese das ihr für 30 oder mehr BW zuständig seit ich habe auf dem Wohnbereich nur 12 BW -alle mit der Diagnose Demenz-
(Geschützter Wohnbereich - nicht geschlossen)
Dort haben wir seit Montag eine Betreuungsassistentin )20 Std/Wo)  die ich auch einarbeiten darf.  Noch hat sie den Arbeitsamtskurs nicht mitgemacht ist dafür aber angemeldet.
Wie das Wort schon sagt soll sie mir assistieren.
Wie sagte mein Chef so schön, dann haben sie mehr Zeit sich um die Schwerdementen BW zu kümmern, die mehr Einzelansprache brauchen und die Gruppe der noch orientierten BW kann anderweitig angesprochen werden.
Die BW lieben es zum Nachmittagskaffee vorgelesen zu bekommen - kann in meinen Augen auch eine Betreuungsassistentin leisten und ich habe dann ca 45 min mich im Einzel um jemanden zu kümmern, ohne immer mit einem Ohr auf dem Flur zu sein ob nicht der eine oder andere aus der "fitteren" Gruppe sich auf den Weg macht, so daß ich dann wieder hinterhergehen muß um diesen BW zurückzubringen.
Hat gestern und heute schon mal gut geklappt.
So das sind erst einmal meine noch recht neuen und kurzen Erfahrungen mit dieser neuen Form von Betreuung für dementiell veränderte BW
Ich darf dann noch eine Stellenbeschreibung und Tätigkeitsbeschreibung für diese neuen Stellen -wir bekommen noch 1 Vollzeitkraft für das Haupthaus- erarbeiten. Aber erst einmal gucken wie es läuft und was die
Kräfte leisten können und wie die BW diese Angebot annehmen .
Ein schönes Wochenende wünscht
Rosi

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?13 Mär 2009 18:35#5685

  • Tulpe
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Hallo an alle!  :)

Bin die Tulpe, arbeite seit Januar als Ergo in einem Kleinst-Seniorenheim mit 26 BewohnerInnen.  :)
Zur Zeit läuft ein Praktikant, der den Arbeitsamt-Kurs Alltagsbetreuer macht, mit.
Die ersten Tage seines Praktikums ist er mit mir mitgelaufen, bekam Hintergrund-Infos zum Thema Senioren, Demenz, Ergo usw. Mittlerweile "übergebe" ich ihm kleine Beschäftigungen (z.B. Igelballmassage, Luftballon hin- und herstippen, kleine Kreativarbeiten mit Tonpapier). Bleibe aber im Hintergrund, für den Fall, wenn ein Bewohner nicht mit ihm zurechtkommt usw.
Es ist eine schöne Aufgabe, den Praktikanten anzuleiten, aber es ist auch anstrengend, weil man doch "mehr" Arbeit hat.

Lieben Gruß
von der Tulpe

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?13 Mär 2009 21:05#5690

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Seit anfang  desMonats habe ich eine Betreuungsassitentin bei mir. Sie hat bereits den Kurs gemacht. Ich sage es mal so vom menschlichen sehr nett und geht auch gut mit den Bewohnern um... was mir fehlt ist ihre ideen..... fragt mich immer was ich geplant habe... möchte aber gerne ihre initaive sehen....


ich  finde das das alles zwei seiten hat... unterstützung ja aber im moent ist es für mich mehr arbeit.... steht meine arbeit inKonkurrenz ???

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?19 Mär 2009 11:59#5764

  • Nadja Busch
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Hallo in die Runde,
um ehrlich zu sein sehe ich es nicht als Konkurrenz, denn wenn alle das Wort zusätzliche ernst nehmen sollen sie die bestehende Arbeit unterstützen und nicht ersetzten.

Wichtig ist das wie Ergotherapeuten endlich Profil zeigen!
Was unterscheidet uns:
1. der Inhalt der Ausbildung
2. die Konzepte die wir lernen - Affolter, Sensorische Integration, kanadisches Modell, Bobat sind alles wichtige ergotherapeutische Konzepte
3. lernen die 160 Kurs´ler auch die Kontraindikationen die man beim Therapieren und im ganzheitlichen Ansatz berücksichtigen muss
4. wenn wir nur ein oder zwei Bücher lesen müssten, könnten wir uns alle drei Jahre teuer bezahlte Ausbildung sparen!
5. eine PDL oder examinierte Pflegekraft käme doch auch nicht auf die Idden sich von jemanden ablösen zu lassen der nur einen Schnellkurs in Pflegen gemacht hat.
6. die Anstellung einer Ergotherapeutin wirkt sich positiv auf den Ruf aus - Werbemöglichkeit mit Fachkraft für Lebensqualität und ganzheitlichem Denkansatz was die Selbständigkeit der Bewohner angeht, halt eine Fachkraft für den geronthopsychiatrischen Bereich und keine Betreuungs-Hilfskraft

Sicherlich gibt es viele Überschneidungen und Parallelen. So ist z.B. die 10 Minuten Aktivierung für alle Pflegeheimmitarbeiter gedacht.
Des weiteren gab es hier bezüglich der Unterschiede Betreuung und Therapie eine interessante Diskussion:
www.ebede.net/forum/5-allgemein/2612-unt...-beschaeftigung#3004

Jedes Heim muss wissen worauf es den Schwerpunkt setzt. Es wird immer Einrichtungen geben in denen dann Quantität vor Qualität kommt!

Aber mal eine offene Frage in den Raum, was habe ich davon wenn ich zwei oder mehr Mitarbeiter habe, die es mangels Fach-Wissen nicht schaffen das herausfordernde Verhalten demeneziell erkrankter Menschen zu reduzieren?

In der Realität erlebe ich immer wider Angehörige die viele Fachbücher lesen und am Ende erst durch die gezielte Befunderhebung der Ergotherapie bei Problemstellungen weiter kommen.

Liebe Grüße sendet
Nadja
"Damit das Mögliche entsteht,
muss das Unmögliche versucht werden."
                                          (Hermann Hesse)

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Letzte Änderung: von EbeDe.net-Team.

Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?05 Apr 2009 22:05#5882

  • MamiJam
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Ich oute mich mal....

Ich bin so ein "Alltagsbetreuer"..... bei uns allerdings "Betreuungsassistent" genannt!

Dazu muss ich sagen, dass ich die Ausbildung zur Ergotherapeutin erfolgreich abgeschlossen habe, die Arbeitssuche danach allerdings nicht wirklich von Erfolg gekrönt war!
Ich hab mich eigentlich schon mit einer Umschulung angefreundet und dann kam dieses Angebot...... ja, was soll ich sagen, ich hab es angenommen und befinde mich nun in einem 5 köpfigen Team, in der die Zusammenarbeit einfach Klasse ist!

Jeder kommt aus einem anderen Bereich, so dass wir uns perfekt ergänzen was die Arbeit mit unseren Bewohnern angeht! Eben dadurch dass wir aus verschiedenen Bereichen kommen und jeder andere Vorraussetzungen mitbringt haben wir viel mehr Möglichkeiten und Ansatzpunkte!
Klar merk ich als Ergotherapeutin, dass meine Kolleginnen eine völlig andere Arbeitsweise haben, aber auch nur, weil sie eben andere Ansatzpunkte wählen, die ich allerdings auch nicht schlecht reden möchte, denn bei den Dingen, die sie einbringen sind genauso nachhaltige Aktivitäten dabei, wie in der Ergotherapie auch!

Leider kann ich nur für unser Pflegeheim sprechen und da kann ich ruhigen Gewissens behaupten, dass Quantität sicher nicht vor der Qualität kommt!

Was ich nicht gut finde ist, dass eigentlich jeder diesen Job des Betreuungsassistenten ausführen darf! Man sollte schon aus 'nem halbwegs passenden Bereich kommen - und bei uns ist das auch glücklicherweise so!

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?26 Nov 2009 13:55#7173

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Wir haben einen Betreuerin die den ganzen Tag da ist wenn wir nicht zu Hause sind. Das geht so eigentlich am besten. Gott sei Dank haben wir die Möglichkeiten ihn zu Hause zu behalten und nicht in ein Heim geben zu müssen. Meine Oma wohnt in einer Art Senioren betreutes Wohnen Heim und das ist auch sehr schön dort. Falls es also nicht mehr geht, dass er bei uns sein kann werde wir ihn halt in dieses Heim geben müssen. Dort ist es aber auch wirklich schön und die Betreuer sind nett.
Viele Wege führen zum Gipfel eines Berges, doch die Aussicht bleibt die gleiche.

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?26 Nov 2009 14:05#7174

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hallo mamjam

sicher wirst du auch nur wie eine betreuungsassistentin bezahlt , oder???

wie praktisch von einem pflegeheim, eine ergotherapeutin als betreuungsassistentin einzustellen. gleich 2 fliegen mit einer klappe. geringes gehalt , aber hohe qualifikation. ich hoffe du verkaufst dich nicht unter wert.

hoffe du wirst dort auch auf dauer glücklich.. mit singen , basteln.. spazieren gehen.. vorlesen.

freu mich aber für dich das du nen job gefunden hast.

grüßle vom bubu

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?27 Nov 2009 11:32#7178

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da muss ich dir kategorisch wiedersprechen.

Unsere Betreuer sind durch zahlreiche Fortbildungen insofern fit, als dass sie schon in der Lage sind, außerdem Snoezeln, basale Stimulation, Sitztanz,Sitzgymnastik,Rhythmik mit Orff, Kochen, Backen
10 Minuten Aktivierungen,Themenaktivierungen, Bingo ect. anbieten und ausführen zu können.Spaziergänge übernehmen Ehrenamtl. und Praktikanten.Außerdem finde ich basteln mit Dementen grenzwertig.Die ältere Generation kannte nur Arbeit, da kam basteln nicht unbedingt darin vor.Davon ganz abgesehen wäre bei mir in der Gruppe vielleicht 1 BW die überhaupt in der Lage wäre(bzw. Lust hätte zu basteln)

Wir Fachkräfte behalten unser Wissen nämlich nicht für uns, sondern schulen Mitarbeiter durch Inhouseseminare weiter.Ansonsten wird jede Fortbildung über Demente genutzt.

Inzwischen sieht es sogar so aus, dass die Betreuer in Integrative Validation total fit sind, und die AP und KS gar nicht.

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?27 Nov 2009 11:34#7179

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Ein Andermal
Bewahre mich vor der Beschäftigungstherapeutin, o Herr!
Sie meint es gut, aber ich habe zu viel zu tun, um Körbe zu flechten.
Einen Tag möchte ich noch einmal erleben, den Julitag, an dem Sam und ich Beeren sammeln gegangen sind.
Ich war achtzehn. Mein Haar war lang und dick.
Und ich flocht es zu einem Zopf, den ich mir um den Kopf wand,
damit es sich nicht im Dorngebüsch verfing. Als wir uns zur Rast in den Schatten setzten, ließ ich es herunter, und es fiel mit auf die Schultern.
Und da machte Sam mir einen Antrag. Vielleicht war es ein bisschen ungehörig von mir, ihn so mit meinem Haar verliebt zu machen, aber wir haben eine gute Ehe geführt....
Aha, da kommt sie, die Therapeutin, mit Schere und Klebstoff.
Ob ich es mit Ausschneidearbeit versuchen möchte.
" Nein", sage ich, "ich habe keine Zeit." "Unsinn", sagt sie, "Sie werden noch sehr, sehr lange leben."
Das meine ich nicht. Ich meine, das ich mein Leben lang viel getan habe,
für andere, mit anderen. Ich muss einiges nachholen
In meinem Denken und Fühlen. Zum Beispiel, was Sam's Tod betrifft.
Kurz vor dem Ende fragte ich ihn, ob ich irgendetwas für ihn tun könne.
" Ja", sagte er, "Löse dein Haar." Ich sagte: "Ach Sam, das ist jetzt so dünn und grau."
" Bitte", sagte er, "Löse dein Haar". Ich tat es und er streckte die Hand aus -
Die durchsichtige Haut, man sah die blauen Adern -
Und streichelte mein Haar.
Wenn ich die Augen schließe, kann ich es fühlen, Sam.
" Machen sie bitte die Augen auf,"
sagt die Therapeutin
" Sie wollen doch nicht den ganzen Tag verschlafen."
Sie will wissen, was ich früher gemacht habe, stricken, häkeln?
Ja, ich habe das alles gemacht
Und gekocht und geputzt
Und fünf Kinder aufgezogen
Und alles mögliche erlebt.
Schönes und Schreckliches.
Ich muss über diese Dinge nachdenken,
muss sie in den Fächern meines Geistes ordnen.
Die Therapeutin zeigt mir glitzernde Perlen.
Sie fragt, ob ich vielleicht Schmuck machen möchte.
Und weil sie ein gutes Kind ist und es gut meint,
Sage ich ja, vielleicht,ein andermal

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?30 Nov 2009 10:25#7187

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Danke robins für dein Gedicht...
LG sophia
Glück ist nicht in einem ewig lachenden Himmel zu suchen, sondern in ganz feinen Kleinigkeiten, aus denen wir unser Leben zurechtzimmern.
Carmen Sylva,Schriftstellerin

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?01 Dez 2009 23:02#7200

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Super Gedicht!
Hat mir glatt Gänsehaut gemacht :-) da fällt mir meine PDL ein welche immer behauptet ich würde die Bewohner falsch fragen bzw soll sie nicht fragen sondern einfach mit zur Therapie nehmen (bin als Beschäftigungstherapeutin angestellt und Therapeutisch Arbeiten kommt viel viel viel zu kurz)...

Ich habe seit 01.11. zwei Betreuungskräfte. Eine davon war in der zweiten Woche gleich krank und in der dritten wieder, schickte aber nur ihre Krankmeldung und rief nichtmal an... Da war es nurnoch eine... Die ist aber spitze. Sie nimmt Anleitung an arbeitet selbständig.

Ich schreibe jede Woche einen Wochenplan mit welchen Bewohnern sie sich einzeln und mit welchen in der Gruppe Beschäftigen soll. Sie ließt viel vor, unterhällt sich mit den Bew. geht mit ihnen spazieren, bastelt und handarbeitet etwas. Es gibt aber auch gemeinsame Aktivitäten wie singen,  Bingo spielen und Kegeln.

Ich muss mich nicht, vor den Anderen und mir selber, von ihr abgrenzen, jeder weiß um meine und auch ihre Ausbildung. Ich bin ihr weisungsbefugt und sie überschreitet (biser) nicht ihre Kompetenzen. Es ist ein sehr entspanntes Verhälltnis zwischen uns und ich bin froh das ich sie habe.

lg
Mottchen

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?02 Dez 2009 11:51#7203

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ja das kenne ich auch aus einer anderen Einrichtung. Teilweise wurden mir in meine Gruppenstunde einfach ohne Worte schreiende demente BW hineingestellt (weil sie sich genervt fühlten).Da fällt einem manchmal nichts dazu ein.


Motivierte Kräfte sind immer gut, solange sie nicht übermotiviert sind und den BW alles aus der Hand nehmen.Ich habe zurzeit auch eine die viel fragt und auch alle Infos aufsaugt wie einen Schwamm.Dann habe ich wieder andere, denen du jedes bißchen sagen musst und ehe zur Belastung werden.Du merkst auch dass sie gar keine Lust haben, sich überhaupt Gedanken zu machen
Fakt ist: Beschäftigung sollte einem auch Spaß machen und nicht nur als Notwendigkeit gesehen werden.Und man sollte sich auf jeden Fall den Bedürfnissen der Bewohner anpassen, also auch Rückzugsmöglichkeit bieten.
Sobald ein Bewohner meinen Raum verlässt, kommt irgendeiner und bringt den BW wieder.Wenn ich mir vorstelle, dass ich im Alter keine Möglichkeit hätte mal meine Ruhe zu haben, oder mich tagsüber mal nicht auf das Bett legen  könnte, wenn es mir schlecht ginge...na dann Prost Mahlzeit.

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?13 Dez 2009 11:42#7271

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Hallo Ihr,
ja wenn wir schon dabei sind, mir ging es ähnlich wie mamjam, ich habe meine ausbildung zur Ergotherapeutin erfolgreich abgeschlossen und befand mich auf Arbeitssuche. Naja, ich würde schon sagen, wir verkaufen uns unter unserem Wert, wie es Bubu schon gesagt hat. In meinem Vertrag steht, dass ich eine Weiterbildung wegen Demenz absolvieren muss, aber das wars auch schon. Ich arbeite genau wie die andere Ergotherapeutin 40h, genauso jeden zweiten Samstag und genauso die Gruppenangebote, wie wir sie uns geplant haben.
traurig aber wahr, als Berufsanfänger ist man erstmal froh, Arbeit zu haben!
Aber ich finde das auch ganz schön frech, wir machen unsere Arbeit genauso gut, wenn nicht manchmal sogar besser...so ist es jedenfalls bei mir!

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?12 Feb 2010 19:50#7735

  • wutzel
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Hallo, ihr tollen Ergos,

arbeite als Betreuungsassistentin in einem Seniorenheim.
Wir haben eine Ergotherapeutin und eine????? . Diese beiden tollen Damen - wiederholen jede Woche das gleiche : Wochenplanung???Einzelförderung???? nur in der Gruppe mit 20 Mann und Frau - immer die gleichen Personen - nicht das da jemand gefördert wird. ....
Arbeite mit den Demnten Bw- die mir zugewiesen wurden von der HL -mache alles alleine - Doku..schreibe wichtiges auf - versuche zu fördern, obwohl dies bei meinen Bw teilweise nicht mehr zu schaffen ist - doch es wird gelacht, gebastelt einfache Dinge gemacht sodass sich die Bw jeden tagen freuen. Verscuhe mit bestimmten Einzelförderungen. Es geht - habe Erfolge die Pflege ist begeisert - ich auch!!!! Nach einigen Wochen erkennt man was zu schaffen ist. Als ich die Ergo fragte - was könnte ich machen - habt ihr Material bekam ich die Antwort -: Da baracuhst du nichts mehr tun , die schaffen eh nichts- das war mein Ansporn!!! Sollte Obstsalat machen und Hausarbeit- doch gerade Hausarbeit wollen meine Damen nicht mehr so viel-
So viel - was es für Ergos gibt!!!!

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Alltagsbetreuer- Habt Ihr auch welche in der Einrichtung?15 Feb 2010 22:23#7765

  • Yuna20
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Hallo

ich arbeite auch als Alltagsbegleiter, gehöre zu einem 8 Köpfigen Team, alles aus verschiedenen Berreich.
Wir Alltagsbegleiter sind unter der Woche für die Einzelbetreuung da und am WE nehmen wir auch die Andren Bewohner dazu, z.B. zum Bingo spielen.

Das man uns nicht zutrauen Sollte mit den BW aufs WC zu gehen find ich richtig, aber das Haus wo ich arbeite hat es so bestimmt, wir sollen auch Fixierte BW auf WC bringen. Ich habe angemerkt das ich nur meine 6 Monatige Ausbildung habe und ich doch gar keine Anhung habe worauf ich Achten muss und was wenn jemand Stürzt wie bin ich und das Haus versichert. Als Antwort habe ich bekommen das Altenpflegehelferinnen es auch Lerne müssen und ich mich nicht so anstellen soll.
Und Essen anreichen soll ich auch nicht Therapeutisch, das find ich jetzt nicht mal so Schlimm, wenn sie einem Sagen worauf man Achten muss.

Ich verstehe das ihr Angst um euren Job habt, aber eigentlich sollen wir doch nur da sein um den Bewohnern das Gefühl zu geben wir haben Zeit, wir sollten nur das Tun was alle anderen leider aus Zeitmangel nicht schaffen.

Wieso nicht mit auf WC, habe ich auch damit erklärt das die BW ja einen Bezug zu uns bekommen und es doch mal nett wäre wenn es da einen Menschen gibt der nicht in diese Intemsphäre eingreift.

Ich hoffe das wir bald Akzeptiert werden und nicht jede Ausbildungstätte nimmt jeden dort wo ich 6 Monate war wurde ein Eignungstest gemacht und ein Arztliches Attest ob man für diesen Beruf geeignet ist.

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