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Wochenenddienst07 Feb 2014 13:54#13271

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Hallo,

da in unserer Einrichtung evtl. der WE - Dienst umstrukturiert werden soll, habe ich einige Fragen:
- Arbeiten bei euch Ergos und All am WE?
- Wie viele Mitarbeiter sind im Dienst?
- Arbeitet ihr Samstag und Sonntag? Wie viele Stunden? Von - bis?
- Was bietet ihr an? Gruppe oder Einzel, WB - übergreifend?
- Gibt es MDK - Richtlinien die eine Betreuung am WE vorschreiben?
- Bieten bei euch Mitarbeiter der Soz.Betreuung an 7 Tagen in der Woche eine Frühstücksgruppe an? 

Hoffe, ihr könnt mir mit Info's aus euren Einrichtungen helfen. Danke! 

LG!  Jana 

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Wochenenddienst08 Feb 2014 07:30#13272

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Hallo
bei uns arbeiten die Alltagsbegl. alle 2 Wo. Sa/ So vo 8.00-12.30. Ergo und Mitarbeiter des Begl. Dienstes nur Sa. alle 2 Wochen jeweild von 8.30-12.30. Ich als Ergo habe dann eine Gruppe auf Wb für leichte Demenzerkrankungen, meine Kollegin aus Begl. Dienst spielt Samstags WII und die Alltagsbegleiter sind auf ihrren Wohnbereiche festgebungen und reichen meist Essen ein, und bieten eventuell ca. 40 Min Beschäftigung an. Sonntags habe ich noch nie gerbeitet.
Liebe Grüße

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Wochenenddienst08 Feb 2014 11:00#13273

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carmina33 schrieb: Hallo
bei uns arbeiten die Alltagsbegl. alle 2 Wo. Sa/ So vo 8.00-12.30. Ergo und Mitarbeiter des Begl. Dienstes nur Sa. alle 2 Wochen jeweild von 8.30-12.30. Ich als Ergo habe dann eine Gruppe auf Wb für leichte Demenzerkrankungen, meine Kollegin aus Begl. Dienst spielt Samstags WII und die Alltagsbegleiter sind auf ihrren Wohnbereiche festgebungen und reichen meist Essen ein, und bieten eventuell ca. 40 Min Beschäftigung an. Sonntags habe ich noch nie gerbeitet.
Liebe Grüße

Da geht mir als §87b[sup:1n3k0pad]ler[/sup:1n3k0pad] die Hutschnur auf.

Essen eingeben ist eindeutig eine Pflegeleistung und darf gar nicht von uns ausgeführt werden. Hat auch rechtliche Gründe.
Was passiert wenn der BW sich verschluckt und nicht adäquat reagiert werden kann, weil nicht dafür ausgebildet?

Hier liegt ein Übergabe- / Übernahmeverschulden vor.

Es wird auch immer öfter vom MDK kontrolliert wie die Häuser es händeln. Schließlich wird mit dieser Praxis auch noch doppelt kassiert.
Die Leistung der Pflege = 20 Min. Essen anreichen, sowie die Leistung der BT über §87b SGB XI.


Ich bin nicht dagegen BW beim Speisen zu begleiten. Ist dadurch doch oft eine andere Stimmung am Tisch als bei oft gehetzten von einem zum anderen "hüpfenden" PK´s. Aber einen Dementen mal zu erinnern die Gabel zu füllen oder eben wirklich essen einzugeben ist ja ein deutlicher Unterschied.


Um auch der TE eine Info zukommen zu lassen.......
In meinem Haus sind wir drei §87b und eine Ergo. Und wir machen alle im Wechsel einen Samstagsdienst der unsere normale Stundenzahl umfaßt.
In unserem Fall jeweils 6 Std.
Sind also i.d.R. 1x im Monat am Samstag im Einsatz.

Dazu kommen noch Sondertermine wenn es Feste, Feiertage, Konzerte, Lesungen o.ä. gibt. Da sind wir auch mal alle gleichzeitig da. Oder zwei von uns - je nachdem was geboten wird.
Doch das ist nur alle 2-3 Monate mal der Fall.
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Wochenenddienst08 Feb 2014 17:08#13274

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Hi,

wir arbeiten im Wechsel entweder am Samstag oder Sonntag, auf dem Programm stehen ausschließlich kulturelle Angebote (Konzerte, Theater,Lesungen, Filme..)
Die Dienstzeit variiert nach Angebot.Wir sind ein Team von 3 Therapeuten und 1 § 87 b Kraft. Die § 87 b-Kraft hat am Wochenende frei, es sein denn es findet ein Fest statt.
Es ist am Wochenende immer nur 1 Therapeuten im Dienst. Ehrenamtliche helfen am Wochenende auch mit, sie übernehmen die Begleitung der BW zum Angebot.

Es ist interessant zu lesen, wie unterschiedlich der Wochenenddienst gehandhabt wird. Es scheint keine genaue gesetzliche Grundlage zu geben.

Grüße von Solveig

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Wochenenddienst10 Feb 2014 13:59#13277

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Hallo in die Runde,
wie es in der Praxis gehandhabt wird hängt vom jeweiligen Konzept der Abteilung ab.
Ich selber bin für die Präsenz der Ergotherapie am Wochenende, was nicht heißt das man jedes 2te Wochenende da sein muss/soll. Besonders bei Festen, kulturellen Veranstaltungen und zur Kontaktpflege zu angehörigen ist es wichtig immer mal wider (mit einem Feste Rhythmus) im Haus zu sein.

Die MDK-Richtline gibt zu dem Thema keine eindeutige Aussage. Zudem kann man ja auch die Kombination aus Pflege und BT/ET zur Beantwortung der Fragen Heranziehen, denn z.B. besteht die Tagesstruktur eines Bewohners ja nicht nur aus dem BT/ET angeboten.

Ist das Angebot an sozialer Betreuung
ausreichend?
a.
Angebot zu unterschiedlichen Tageszeiten
(z.B. Montag vormittags, Dienstag nachmittags)
b.
für Bewohner mit vollständiger Immobilität nahezu
tägliches Angebot zur Tagesstrukturierung
c.
für Bewohner mit gerontopsychiatrischen Beeinträchtigungen (z.B. Demenz, Depression) nahezu tägliches
Angebot zur Tagesstrukturierung

Quelle: http://www.mds-ev.de/media/pdf/2010-02- ... ionaer.pdf

In meiner letzten Einrichtung habe ich das Angebot von Montag bis Sonntag geplant. Es gab sogenannte Basisangebote die wir immer sicher gestellt haben. Wir haben uns das Wochenende mit 4 Mitarbeitern (1 Ergo, 3 87b Kräfte) geteilt. Grundsätzlich war immer eine Gruppe (Vor- und Nachmittags) und zusätzlich noch die Einzelangebote. Täglich wurde vom Team die Begleitung der Bewohner im Speisesaal zum Frühstück, damit ein fester Ansprechpartner vor Ort ist, die Kontaktpflege und Begleitung zum Kaffetrinken im Wintergarten und Speisesaal und mit unterschiedlichen Zielgruppen mindestens ein Gruppenangebot durchgeführt. In der Woche sind sogar parallel Gruppenangebote gelaufen oder es wurden Großgruppen mit mehren Mitarbeitern wie z.B. der Tanztee, Waffelbacken, musikalische Nachmittage (ein mal im Monat) durchgeführt. Pro Wochenende 2 Mitarbeitern (Früh/Spätschicht) Besetzt war mindestens Vormittags  8.00 - 11.45 Uhr und Nachmittag 13.00 - 16.45 Uhr. Je nach Angebot und Stundenumfang des Mitarbeiters haben die Zeiten variiert bzw. nach Rücksprache die Übergreifende Schicht zur Abdeckung des Mindestangebots z.B. bei Krankheit/Urlaub. Zum Ausflug sind immer mindestens 2 Mitarbeiter mitgefahren. Am Wochenende gab es folgende Aufteilung:
Samstag:
Frühstücksgruppe 8.00 - 9.00,
Übergabe mit der PK zusammen/Team 9.00 - 9.30,
Basteln (Schwerpunkt Demenz) 10.00 - 11.00
+ ggf. eine Einzelbetreuung/Zeit zur Kontaktpflege/Dokumentation.
-> Schichtwechsel:
Vorbereitung der Gruppe/Dokuzeit für Berichte 13.00 - 14.00
Kaffebegleitung ca. 14.30 - 15.00,
Gruppe: Spiel und Spaß am Samstag ca. 15.30 - 16.30.
+ ggf. eine Einzelbetreuung/Zeit zur Kontaktpflege/Dokumentation.

Sonntag:
Frühstücksgruppe 8.00 - 9.00,
Übergabe mit der PK zusammen/Team 9.00 - 9.30,
Fernsehgottesdienst 9.30 - 10.15,
Wochenabschluss 1 Schwerpunkt Demenz (Wochenrückblick + Buntes Programm mit Singen und kognitiver Aktivierung/Biographiearbeit) 10.30 - max. 11.15
+ ggf. eine Einzelbetreuung/Zeit zur Kontaktpflege/Dokumentation.
-> Schichtwechsel:
Vorbereitung der Gruppe/Dokuzeit für Berichte 13.00 - 14.00
Kaffebegleitung ca. 14.30 - 15.00,
Wochenabschluss 2 Zielgruppe kognitiv fittere Bewohner (Wochenrückblick, hinweise auf anstehende Angebote + Wunschprogramm z.B. Rätsel, Gedächtnistraining, Spiele) ca. 15.30 - 16.30.
+ ggf. eine Einzelbetreuung/Zeit zur Kontaktpflege/Dokumentation.

Der Einzige Unterschied am Wochenden war das ich als Ergo etwas mehr Zeit hatte, dafür mich aber auch um mehr Dokukram und Einzel gekümmert habe. Ansonsten hat jeder jedes Angebot im Wechsel gemacht. Der MDK hat es nicht kritisiert. Sondern fand das Gesamtkonzept sehr gut und gab an das es den Bedürfnissen der Bewohner entsprach. In der Woche waren die Angebote klar aufgeteilt und im Konzept mit der Zielgruppe und der kraft die sie durchführen bzw. vertreten darf definiert. Die Frühstücksgruppe wurde mindestens 2 mal in der Woche von der Ergo durchgeführt, so das die Ressourcen und Aufgaben auch klar definiert und dokumentiert werden konnten bzw. man wichtige Infos und Absprachen mit den 87b Mitarbeitern machen konnte. Wichtig war das wir nicht zum Sicherstellen der Nahrungsaufnahme da waren sondern zusätzlich zur PK und die Bewohner motiviert haben möglichst viel alleine zu machen, uns mit denen unterhalten haben, die Sinne angeregt (wie schmeckt das usw.) und sie ggf. zum mehr essen motiviert haben.

Bei besonderen Aktivitäten/Krankheitsfall viel ein Angebot weg und die Zielgruppen wurden zusammengelegt und der Inhalt angepasst.

Seit dem meine Mutterschutzvertreung aktiv ist arbeitet die Ergo nur noch von Montag - Mittwoch Ganztägig und Donnerstag Vormittag und egal was am Wochenende los ist zeigt die Kraft keine Präsenz. Die Wochenenden werden nur von den vier 87b Kräften (a 20 Std.) abgedeckt. Was der MDK dazu sagt weiß ich nicht... Essensgruppen und co. werden von der 87b Kraft übernommen.

Viellicht hilft dir ja auch der Folgende Beitrag "87b für alle?" weiter. Da sind u.a. Links zur aktuellen Prüfsituation und zu Plänen der Bundesregierung.
www.ebede.net/forum/24-allgemein/13222-87b-fuer-alle

Liebe Grüße Nadja

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"Damit das Mögliche entsteht,
muss das Unmögliche versucht werden."
                                          (Hermann Hesse)
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Wochenenddienst13 Feb 2014 06:52#13302

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Hallo
es tut mir leid dass du dich als 87b angegrieffen fühlst. Leider habe ich bei mir bei der Arbeit KEINE Leitungsposition über die Alltagsbegleiter. Der direkte Ansprechpartener ist der PDL / Heimleiter und dann die Wohnbereichsleiterin. Natürlich haben die PK-s entschieden, dass die 87 b essen anreichen müssen. Ich als Ergo hätte anders gemacht. Aber es ist nicht gewünscht, sie sollten so arbeiten.
Ich habe z.b heute Sturzprävention. Ich brauche dafür 20 Min. um ca 30 Stuhle + Materialien (immer 2 Stück / Bewohner) aufzubauen. Ich mache das seit Jahre alleine. Wenn der Heim mir solche Tätigkeiten als Ergo bezahlt, dann sind sie nur dämmlich. Ich hätte in 20 Min  ein gangtraining gemacht oder Zeitung gelesen. Es ist eine Frage der Organisation. UND ICH WIDERHOLE WAS ICH HIER IM FORUM SCHON MAL GESAGT HABE:ES WIRD VON MDK NICHT GEPRÜFT WIE DIE ERGOS ODER ALLTAGSBEGL IM DETAIL ARBEITEN: ES WIRD GEPRÜFT OB SOZIALE BETRUUNG STATTFINDET: Und das ist für mich als Érgo einfach nur zu wenig und zu schwammig. und deshalb sind solche Unterschiede möglich. In Heim x macht Ergo und Alltags Begl. eine Arbeit, in Heim Y eine andere.#Liebe Grüße

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Wochenenddienst13 Feb 2014 11:53#13303

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carmina33 schrieb: Hallo
es tut mir leid dass du dich als 87b angegrieffen fühlst. Leider habe ich bei mir bei der Arbeit KEINE Leitungsposition über die Alltagsbegleiter. Der direkte Ansprechpartener ist der PDL / Heimleiter und dann die Wohnbereichsleiterin. Natürlich haben die PK-s entschieden, dass die 87 b essen anreichen müssen. Ich als Ergo hätte anders gemacht. Aber es ist nicht gewünscht, sie sollten so arbeiten.
Ich habe z.b heute Sturzprävention. Ich brauche dafür 20 Min. um ca 30 Stuhle + Materialien (immer 2 Stück / Bewohner) aufzubauen. Ich mache das seit Jahre alleine. Wenn der Heim mir solche Tätigkeiten als Ergo bezahlt, dann sind sie nur dämmlich. Ich hätte in 20 Min  ein gangtraining gemacht oder Zeitung gelesen. Es ist eine Frage der Organisation. UND ICH WIDERHOLE WAS ICH HIER IM FORUM SCHON MAL GESAGT HABE:ES WIRD VON MDK NICHT GEPRÜFT WIE DIE ERGOS ODER ALLTAGSBEGL IM DETAIL ARBEITEN: ES WIRD GEPRÜFT OB SOZIALE BETRUUNG STATTFINDET: Und das ist für mich als Érgo einfach nur zu wenig und zu schwammig. und deshalb sind solche Unterschiede möglich. In Heim x macht Ergo und Alltags Begl. eine Arbeit, in Heim Y eine andere.#Liebe Grüße


Hallo Carmina
Ich vermute du hast mich damit ansprechen wollen.

Nun - ich fühle mich keineswegs angegriffen. Wie auch wenn du lediglich von euren Zuständen berichtest aber ja nicht einforderst das andere es ebenso händeln sollten.

Aber eines stimmt -- es regt mich sehr auf wenn unsere Arbeit so missbraucht wird. Von dem doppelten Abkassieren mal abgesehen.

Und das du keine leitende Ergo bist - da bin ich generell der Auffassung das wir (BT nach §87b UND Ergo) da an einem Strang ziehen sollten und sich wehren.
Es gibt ja auch Ergo´s die zur Pflege rangezogen werden. Für mich genauso ein Unding. Ob wir da was zu sagen haben oder nicht.

Die armen armen PK´s drehen da ja ganz gerne an Schrauben um es für sich angenehmer zu machen. Verständlich aber eben auch nicht i.O.

Und -- das der MDK nicht prüft stimmt nur z.T.  Aber sein prüfen beschränkt sich halt zwangsweise auf die Unterlagen/Doku.  :( Warum also dort nicht so schreiben das der Prüfer sich sein Teil denken kann?

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Wochenenddienst25 Feb 2014 08:55#13321

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Hallo,
ich muss Trulla-la in jeder Hinsicht recht geben.Alltagsbegleiter werden auch bei uns immer wieder zu Pflegearbeiten einbezogen und das finde ich unter aller Kanone.Die Bezahung ist schon misserabel und so werden sie noch zu billigen Pflegekräften abgestempelt. Auch die Bewohner können einem leid tun denn die Lagerung und Pflege ist sicher nicht so wie bei gelernten Pflegekräften.Ich habe schon beobachtet das Pflegekräfte nicht etwa unterstützt werden wollen wenn sie 87 b-Leuten ihre Arbeit übertragen, nein sie wollen sich damit Freizeit schaffen.Die Leitung verschließt die Augen, weil sie nicht genug Personal haben. Eine Schande ist das.
Bei uns im Haus wird Samstag und Sonntag gearbeit. Ergo und Betreuungskräfte.Ich bin aller 14 Tage im Dienst.
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Wochenenddienst23 Mär 2014 17:10#13344

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Hallo zusammen!
Wenn ich eure Kommentare so lese- anscheinend ist es überall dasselbe: immerzu Konflikte zwischen Pflege und Betreuung/Ergotherapie.
Ich arbeite seit 2 Jahren in einem Seniorenheim und musste als Ergo noch eine Fortbildung zur gerontospsychiatrischen Fachkraft machen, damit der MDK zufrieden ist. Und auch ich stehe in der Küche bereite das Frühstück für die ganze Station und gebe auch Essen ein, wie unsere Betreuungsassistenten auch.
Und zum Wochenenddienst:
Zu Beginn musste ich alle 5-6 Wochen Sa und So zwischen 8 und 12 Uhr arbeiten. Das war erträglich. Wir mussten eine Frühstücksgruppe im beschützenden Bereich leiten und die Bewohner zum Gottesdienst begleiten und dann wieder die Gruppe beim Mittagessen begleiten. Dazwischen hatten wir auch mal Zeit Organisatorisches zu erledigen.

Dann gab es zuviele Überstunden bei den Pflegekräften und jemand entdeckte, dass doch der Fachdienst (gerontopsychiatrische Fachkräfte, Ergos und Betreuungskräft nach 87b) noch Ressourcen hat...
Von da ab mussten wir alle 14 Tage Sa und So unsere normale Arbeitszeit arbeiten - und kein Dienst ist so heilig wie der Wochenenddienst- an jedem anderen Tag kann ich frei haben. Sa oder So, wenn ich Dienst hätte- no go.
Nun sind die Überstunden abgebaut, der MDK hat laut aufgeschrien und uns schlechte Noten gegeben und festgestellt, dass die Betreuung wohl hauptsächlich mit dem Essen beschäftigt ist- wir haben auch einen neuen Chef- und nun wird zurückgerudert. Es scheint auch in den neuen Richtlinien des MDK zu stehen, dass Bettlägrige nicht an 6 von 7 Tagen wie vorher, sondern lediglich an 3 von 7 Tagen ein Recht auf Betreuung haben, oder wie immer man das am besten ausdrückt...
Noch ist nichts entschieden- wir als Team dürfen an der Lösung mitarbeiten, genauso wie die Pflege. Die kritische Zeit ist das Frühstück, da hat man sich bislang auf den Fachdienst verlassen. Eigentlich viel zu teuer, um Brötchen zu schmieren.
Die Hoffnung (auf bessere Arbeitsbedingungen) stirbt als Letztes....

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Wochenenddienst26 Mär 2014 13:48#13352

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Hallo Koriander,
schön zu lesen das die neuen Richtlinien endlich Auswirkungen zeigen!

Koriander schrieb: Nun sind die Überstunden abgebaut, der MDK hat laut aufgeschrien und uns schlechte Noten gegeben und festgestellt, dass die Betreuung wohl hauptsächlich mit dem Essen beschäftigt ist- wir haben auch einen neuen Chef- und nun wird zurückgerudert. Es scheint auch in den neuen Richtlinien des MDK zu stehen, dass Bettlägrige nicht an 6 von 7 Tagen wie vorher, sondern lediglich an 3 von 7 Tagen ein Recht auf Betreuung haben, oder wie immer man das am besten ausdrückt...


Die Aussage bezüglich der Tage ist korrekt. Aber ich muss dich korrigieren. Früher heiß es nicht an 6 von 7 Tagen Beschäftigung für Bettlägerige. Eher ging es da um Tages-strukturierende-Maßnahmen. Das konnte auch über die PK erbracht werden und mittels Konzept belegt werden. In keines meiner Häuser habe ich an 6 von 7 Tagen bei ein und der selben Person Einzelbetreuung erbracht. Ist rechnerisch auch gar nicht möglich...

Zum den Essensangeboten finde ich es schon wichtig, das wir Therapeuten und Beschäftigungskräfte etwas anbieten, nur bin ich gegen das reine essen anreichen. Es gibt so viele Menschen denen wir durch eine Kontinuierliche Begleitung und Förderung z.B. nach Affolter oder Verbaler Motivation zu mehr Selbständigkeit verhelfen können. Nur leider wird da von vielen PK´s und Vorgesetzten verwechselt und anschl. gesagt die im Heim XYZ machen das ja auch. JA, ABER nicht nach dem Motto hauptsacher satt, sondern rein unter dem Aspekt der Kommunikationsförderung und Kompetenzförderung im Bereich Selbstversorgung. Leider übersehen das alle und wenn das Konzept dieses nicht klar äußert und die Vorgesetzten darauf achten, dass nicht irgendwann das Motto "Essen rein und möglichst viele Satt werden lassen" (Masse statt Klasse,  vorherrscht ist das sehr schade und spiegelt nicht im geringsten die Ursprüngliche Idee wider. Denn meine Erfahrungen mit einer Frühstücksgruppe unter dem Fördergesichtspunkt hat laut Pflege sie immer entlastet und der MDK hat die gezielte Kompetenzförderung (Indikation/Befund/Pflegeplanung + kongruente Gruppenbeschreibung inkl. Zielgruppendefinition lag vor) positiv bewertet.

Liebe Jana,
warum ich das Thema hier so ausführlich anspreche ist, dass ich immer wider mitbekomme habe das die Forderung der Essensversorgung an die BT besonders zum Abdecken/Unterstützen der Pflegekräfte am Wochenende heran getragen wird.
Wie weit bist du mit deinen Planungen? Was machst du jetzt am WE?

Liebe Grüße
Nadja

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Wochenenddienst08 Sep 2014 22:28#13513

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das problem ist, das in den aufgaben der betreuung steht: unterstützung beim essen

Der Ergo versteht darunter: brot klein schneiden, mit gabel aufspiesen bew führt die gabel selbst zum mund

oder das allzeit beliebte kaffee austeilen der pflege und milch direkt reinschütten.  unsere unterstützung ist dabei, neee, kaffeesahne auf den tisch, wer milch will nimmt sich diese und macht diesen kleinen schritt selbst und wenn se weiter wegsteht, dann soll der bew nen anderen bew zum reichen fragen.


die chefetage, sowie die pflege verstehen bei unterstützung beim essen

ESSEN REICHEN


som legt sich das jeder selbst aus und da vergißt man vor angst den arbeitsplatz zu verlieren, was man in der schule gelernt hat.

zur anfangsfrage WE-Dienste:

ich ahbe gehört es müssen 7 tage in der woche die angebote stattfinden. meine chefs sagen gerade heraus, wir decken nur den samstag ab. wenn sich einer beschwert und der mdk hartnäckig ist, können wir immer noch umstellen.

hinzu kommt, das auf den gerontobereichen offiziell ausgehangen ist das an 7 tagen betreuung angeboten wird, aber inoffiziell, die betreuer am we in der pflege arbeiten.

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Wochenenddienst13 Jan 2015 20:17#13662

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Hallo,

nur zur Anmerkung. Bei uns wurden bei der letzte Prüfung durch den MDK die Dienstpläne der Soz. Betreuung / Ergo abgeglichen und es wurde in der Doku und an Hand der Wochenpläne überprüft, ob Angebote durchgeführt werden. Wir hatten bis Juli 2014 Angebote von Mo - Sa und der MDK hat dies kritisiert. Seit dem gibt es Angebote Mo - So, sowie an allen Feiertagen. Hier ist jeweils ein Betreuer / Ergo im Haus. Denn in welcher Form ein Angebot stattfindet ist nirgends definiert. Wir haben am Samstag ein offenes Angebot (für interessierte Bewohner, die eher noch fit sind) und am Sonntag betreuen wir Bew. in individueller Kurzaktivierung, dabei suchen wir speziell Bewohner auf, die selten /gar keinen Besuch bekommen, gerade einen schlechten Allgemeinzustand haben (Rückkehr nach Klinikaufenthalt, präfinale Phase), Neubewohner und Bewohner mit mittlerer / fortgeschrittener Demenz - jedenfalls Bew., die nicht selbständig in der Lage sind sich zu aktivieren. Die Projektphase läuft nun seit über 1/2 Jahr und wir sehen dies als positiv (für Bewohner und auch für uns-als Mitarbeiter - schließlich ist es auch mal schön in der Woche frei zu haben :-))

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Wochenenddienst26 Feb 2020 14:20#14130

  • Paula Jahnke
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Ich arbeite bei der Caritas als Alltagsbegleiter, aber mir kommt es komisch vor, dass in einer Wohngruppe mit 10 Leuten nur 1 Alltagsbegleiter alles machen muss. Angefangen vom Frühstück, Mittagessen kochen, Wäsche waschen, bügeln, Putzen, einfach alles. Nur morgens und abends kommt kurz die Pflege, ansonsten müssen auch die Toilettengänge begleitet werden, Hintern abwischen, Füttern, Nachtschicht ist sogar nur 1 Alltagsbegleiter für beide Wongruppen zuständig.
Darf das sein???

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