deutsche alzheimer gesellschaft logoVom 7. bis 9. Oktober 2010 veranstaltet die Deutsche Alzheimergesellschaft e. V. den 6. Alzheimerkongress in Braunschweig. Das Motto "Gemeinschaft leben" spiegelt sich in den zahlreichen Vorträgen und Workshops wider. Bis zum 31. August erhalten Frühbucher vergünstigte Karten.

Demenzkranke halten Vorträge

Zum ersten Mal ist es gelungen, dass zur Eröffnung des Kongresses eine an Demenz erkrankte Frau über ihr Leiden spricht. Helga Rohra, bei der vor zwei Jahren eine Demenz diagnostiziert wurde, hält ihren Vortrag "Die neue Herausforderung Demenz - Bericht einer Betroffenen" direkt nach der Eröffnung und den Grußworten. Am Freitag, den 8. Oktober um 9.00 Uhr berichtet eine weitere Betroffene im Rahmen der Vortragsreihe "Menschen mit Demenz im frühen Stadium".

Ergotherapie und andere nicht-medikamentöse Therapien sind gut vertreten

Schon während der Kongressvorbereitung strebte die Deutsche Alzheimergesellschaft e. V. einen Schwerpunkt über nicht-medikamentöse Therapien an. Herausgekommen ist eine kompakte Vortragseinheit, die am Freitag, den 8. Oktober von 11.00 bis 12.30 Uhr läuft. Sie umfasst folgende Beiträge:

  • "MAKS-aktiv!" - Nicht-medikamentöse Therapie bei Demenzpatienten im Pflegeheim: Erste Ergebnisse
  • Hausmusik - Betreuung mit Musik für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen. Ergebnisse eines Modellprojektes
  • Ergotherapie bei Demenz - ein Fallbeispiel aus der ambulanten Ergotherapie

Auch auf der kongressbegleitenden Ausstellung sind die Disziplinen Ergotherapie, Logopädie und Musiktherapie vertreten. Interessierte bekommen zum Beispiel am Stand des Deutschen Verbands der Ergotherapeuten e. V. (DVE) Informationen über den Beruf, Ratschläge und Tipps für die praktische Arbeit mit demenzkranken Menschen. Rund um die Logopädie informiert der Deutsche Bundesverband für Logopädie e. V. Zum erfolgreichen Einsatz der Musiktherapie berät die Deutsche musiktherapeutische Gesellschaft e. V. an ihrem Stand.

Updates fürs Fachwissen

Neue Erkenntnisse aus der Demenzforschung liefert das Medizinische Forum. Am Donnerstag, den 7. Oktober starten dort ab 14.00 Uhr Vorträge zu Diagnostik, Therapieverfahren und den aktuellen Forschungsansätzen des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Nach der Pause steht der Medikamenteneinsatz bei Demenz im Mittelpunkt: Dirk K. Wolter referiert über "Nichtkognitive Störungen und herausforderndes Verhalten bei Demenz - wie sinnvoll und wie gefährlich ist der Einsatz von Psychopharmaka?". Peter Zahon und Katja Dyga diskutieren Risiken im Beitrag "Verschlechterung der Demenz unter verschiedener Medikation". Ebenfalls hilfreich für Ergotherapeuten erscheint der Vortrag "Die Nutzung von Hörsystemen bei demenziell erkrankten schwerhörigen Senioren - Versorgungsproblem oder Chance?" von Michael Lerch und Mechthild Decker-Maruska.

Ansprechendes Programm nicht nur für Ergotherapeuten

Weitere Vortragsreihen widmen sich der Beschäftigung und Aktivierung, Ideen für die ambulante Versorgung, Kommunikation mit Demenzkranken und der Unterstützung von Angehörigen. Auch Randthemen wie Demenz bei Down-Syndrom, Demenz und Migration, rechtliche Fragen und die frontotemporale Demenz kommen zur Sprache. Dank der Vielzahl parallel laufender Beiträge kann sich jeder Besucher ein individuelles Vortragsprogramm zusammenstellen. Die Kongresskarten können Sie hier bestellen. Die Frühbucherfrist endet am 31. August 2010.

Wollen Sie den Kongress besuchen? An welchen Workshops nehmen Sie teil? Welche Vorträge sollte man auf gar keinen Fall verpassen? Schreiben Sie uns Ihren Kommentar!

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