Umschalten mit der FernbedienungWohin mit demenzkranken Mördern? Könnt ihr euch vorstellen, mit Schwerverbrechern zu arbeiten? Die Reportage "Bis zum bitteren Ende - Lebensabend hinter Gittern" stellt euch ungewöhnliche Klienten und das Gefängnis als Arbeitsplatz vor.

Ergotherapie mit Schwerverbrechern

Vor allem eines unterscheidet gealterte Häftlinge von den jüngeren: Sie haben kaum mit Drogen zu tun, unterhalten im Gefängnis keine mafiösen Strukturen und zetteln keine Schlägereien mehr an. Stattdessen vertrauen sie sich zögerlich Ärzten und Pflegern an oder flechten Körbe und malen Bilder mit der Ergotherapeutin.

Nur selten warten Angehörige

Vielen "Bewohnern" droht das Schicksal, hinter den Mauern an einer Demenz zu erkranken oder dort zu sterben. Doch nicht alle wollen vorher noch einmal raus. Denn dort warten nur selten noch Angehörige auf sie. Auch tun sich Pflegeeinrichtungen schwer, die Knackis aufzunehmen. Sie selbst fürchten sich davor, draußen stigmatisiert zu werden. Dennoch gilt: "Altern im Gefängnis ist besonders belastend", so Gefängnisarzt Joe Bausch - auch bekannt als Gerichtsmediziner im Kölner "Tatort".

Wäre das ein Job für euch?

Die Reportage von Adina Rieckmann ist wirklich sehenswert! Zwar geht es erst im letzten Drittel der Sendung um Demenzkranke, doch kommt neben praktischen Problemen auch die Sinnfrage auf den Tisch: Was bringt eigentlich die Bestrafung demenzkranker Häftlinge durch Freiheitsentzug?

Von euch wollen wir wissen: Hat jemand von euch schon einmal im Gefängnis gearbeitet? Falls nicht, könnt ihr euch das vorstellen?

Weitere Infos zur Sendung: Exakt - Die Story MDR FERNSEHEN

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