SpaziergangWird Alzheimer künftig schon vor Krankheitsbeginn diagnostiziert? Helfen Spaziergänge wirklich gegen Demenz? Diesen Fragen gingen Forscher auf den Grund und liefern jetzt erste Ergebnisse. Welche Resultate die neuesten Forschungen ergeben, welche Forschungen gegenwärtig laufen und wie das eigene Forschungsprojekt gefördert werden kann, haben wir zusammengefasst.

Alzheimer früh erkennen

Ein Bluttest soll älteren Menschen mit leichten Gedächtnisschwächen künftig Gewissheit verschaffen, ob es sich hierbei um erste Anzeichen der Alzheimer-Krankheit handelt. Bei Alzheimer verändert sich die Konzentration bestimmter Bluteiweiße. Der Test, den Forscher aus Stanford (USA) entwickelt haben, kann die Erkrankung zwei bis sechs Jahre vor dem Auftreten eindeutiger Symptome festhalten. Zwar ist Alzheimer noch nicht heilbar, aber durch den - bisher noch nicht zugelassenen - Test erhielten Betroffene die Möglichkeit, ihr weiteres Leben vorauszuplanen. (Quellen: Echo-online.de, Medizinauskunft.de)

Durch körperliche Bewegung Demenz vorbeugen

Forscher der Universität Bologna (Italien) wiesen nach, dass leichte körperliche Betätigung das Risiko einer Demenzerkrankung verringert. Die Wissenschaftler dokumentierten zwischen 1999 und 2003 die sportlichen Aktivitäten und den damit verbundenen Energieverbrauch von 749 Personen mit einem Mindestalter von 65 Jahren. Dazu zählten Aktivitäten wie Gartenarbeit, tägliches Treppensteigen oder Hausputz. Zum Ende der Studie waren 54 Teilnehmer an Alzheimer und 27 Personen an einer vaskulären Demenz erkrankt. Ein Drittel der Versuchsteilnehmer brachte die meiste Energie für Aktivitäten wie Spaziergänge auf. Diese Gruppe wies ein um 27 Prozent vermindertes Risiko auf, an vaskulärer Demenz zu erkranken. Bereits leichte körperliche Aktivitäten wie Spaziergänge können demnach das Risiko einer Erkrankung senken. Die Wissenschaftler begründen die positive Wirkung regelmäßiger leichter Bewegung mit der dadurch verbesserten Durchblutung des Gehirns. Auf diesem Gebiet stehen weitere Studien an, um die genauen Zusammenhänge zu untersuchen. (Quellen: Neurology.org, Onmeda.de)

Betroffene Ehepaare für Demenzstudie gesucht

Das Universitätsklinikums Mannheim führt in Zusammenarbeit mit dem Psychologischen Institut der Universität Zürich eine Studie zum Thema Ehe und Demenz durch. Die Studie untersucht die Situation von lang verheirateten, zusammen lebenden Ehepaaren, deren männlicher Partner an einer Demenzerkrankung leidet. Als Probanden werden deshalb Ehepaare aus der Rhein-Neckar-Region gesucht, bei denen der Mann an einer Alzheimer Demenz erkrankt ist, die Ehefrau ihren Mann bei der Bewältigung des Alltags unterstützt und beide Partner mindestens 58 Jahre alt sind. Dabei interessiert vor allem das Befinden der Ehefrau, die häufig stark unter der veränderten Beziehung und der Pflegesituation leidet. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, betroffene Paare zukünftig besser unterstützen zu können. (Quelle: uni-protokolle.de)

Forschungsförderung 2008 der Deutschen Alzheimergesellschaft ausgeschrieben

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) schreibt 2008 eine Summe von maximal 160.000 Euro für die Unterstützung eines Forschungsvorhaben aus. Die Forschungsergebnisse sollen zur Verbesserung von Therapie und Versorgung von Menschen mit Demenz beisteuern. Förderungsfähig sind Forschungsprojekte über Demente entweder in einer frühen Krankheitsphase oder im Krankenhaus sowie über allein lebende Demenzkranke und ihre Angehörigen. Personen oder Institutionen, die ein Forschungsprojekt in einem dieser Schwerpunkte und mit einer Laufzeit von maximal drei Jahren durchführen wollen, können sich bis April 2008 um eine Förderung bewerben. (Quelle: deutsche-alzheimer.de)


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