UmfrageergebnisDie Auswertung der letzten EbeDe-Umfrage zum Thema SimA-P ergibt, dass nur rund ein Viertel der Teilnehmer etwas mit dem Begriff SimA-P anfangen können. SimA-P ist ein im Jahr 2005 am Institut für Psychogerontologie der Universität Erlangen-Nürnberg entwickeltes Aktivierungskonzept für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Alle Mitarbeiter können dieses bereichsübergreifende Konzept nach entsprechender Schulung umsetzen.

Das SimA-P Training besteht immer aus zwei Aktivierungsteilen, die die Bedürfnisse und Fähigkeiten multimodal und demenziell erkrankter Menschen berücksichtigen. Am Beginn jeder Therapieeinheit steht die psychomotorische Aktivierung. Dazu gehören Lockerungsübungen sowie die sogenannten Basic- und Schwerpunktübungen. An die psychomotorische Aktivierung schließt im zweiten Teil die kognitive oder die biographische Aktivierung an. Welche der beiden Aktivierungen erfolgt, hängt von den Fähigkeiten der Gruppe ab. Sobald der Mini-Mental-Status-Test-Wert unter zehn Punkten liegt oder Papier-Stift Übungen nicht mehr umgesetzt werden können, folgt nach der psychomotorischen Aktivierung immer die biographische Aktivierung.

Sim-A-Logo, Quelle: SimA-AkademieDurch das ganzheitliche Aktivierungskonzept und den geringen Zeitaufwand von zweimal wöchentlich 60 Minuten ohne Vor- und Nachbereitungszeit lässt sich das SimA-P Konzept sehr gut in die ergotherapeutischen Therapieangebote der Alten- und Pflegeheime integrieren. Zudem dienen die Ergebnisse der Studie als Argumentationsgrundlage für die Wirksamkeit der Therapie.

Im Rahmen der SimA-P-Studie wurde zum Beispiel nachgewiesen, dass die Lebensqualität und die Pflegbarkeit demenziell erkrankter Menschen sich deutlich verbessert und sogar die demenzielle Erkrankung langsamer voranschreitet.

Diese und weitere Ergebnisse sind im Skript „SimA-P in Stichworten“ nachzulesen, das bei der SimA-Akademie erhältlich ist.