GeldscheineWelchen Stundensatz verdienen Ergotherapeuten und Alltagsbegleiter in der Geriatrie, wonach richtet sich das Gehalt? Zahlen sich Fortbildungen aus, lohnt sich ein Studium? Wie ist es um die Zufriedenheit mit dem Gehalt bestellt? Die EbeDe.net-Gehaltsstudie 2013 gibt Aufschluss.

Studie zum Download: Wer verdient wie viel - und warum?

Im Mai 2012 haben wir euch eingeladen, bei unserer zweiten Gehaltsumfrage mitzumachen. Mehr als 400 Leser haben teilgenommen und damit eine fantastische Datenbasis geliefert. Zunächst wollten wir schnell erste Zwischenergebnisse veröffentlichen, haben aber stattdessen immer weitere Auswertungen und Vergleiche vorgenommen. So wurde aus einer bescheidenen Umfrage ein ausgewachsenes Projekt. Herausgekommen ist eine 34-seitige empirische Studie. Die könnt ihr hier runterladen:

Die interessantesten Ergebnisse haben wir für euch nachfolgend zusammengestellt.

Zehn Gehalts-Fakten für Ergotherapeuten und Alltagsbegleiter

  1. Ergotherapeuten in der Geriatrie verdienen in Deutschland durchschnittlich 12,41 Euro brutto pro Stunde.
  2. Das Gehaltsgefälle West-Ost beträgt 22,37 Prozent, die Gehaltszufriedenheit ist in den neuen Bundesländern im gleichen Maße geringer.
  3. Ergotherapeuten wünschen sich im Bundesdurchschnitt einen um 3,06 Euro höheren Bruttostundensatz, Betreuungskräfte fordern für sich nur 2,71 Euro mehr.
  4. Zusätzliche Betreuungskräfte verdienen pro Stunde 2,81 Euro weniger als Ergotherapeuten, trotzdem ist die durchschnittliche Gehaltszufriedenheit bei beiden Berufen fast gleich gering, nämlich von mäßiger Unzufriedenheit geprägt.
  5. 10,9 Prozent der Ergotherapeuten haben einen Studienabschluss. Ergotherapeuten mit Bachelorabschluss verdienen pro Stunde knapp 1 Euro mehr als ihre examinierten Kollegen, Masterabsolventen erhalten rund 2 Euro mehr.
  6. Die Bruttostundenlöhne der Ergotherapeuten sind von 2009 bis Mitte 2012 um etwa 11,5 Prozent gestiegen, die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 5,5 Prozent.
  7. Altenheime sind die häufigsten Arbeitgeber für geriatrisch tätige Ergotherapeuten (59,9 Prozent) und Alltagsbegleiter (90,1 Prozent).
  8. Betreuungskräfte haben im Schnitt 53 Stunden Weiterbildung hinter sich und Ergotherapeuten 79 Stunden.
  9. Die Höhe des Ist-Gehalts hängt am ehesten mit den Jahren der Berufszugehörigkeit zusammen, weniger mit der absolvierten Ausbildung oder den belegten Weiterbildungen.
  10. Die besten Verdienstaussichten haben Ergotherapeuten in westdeutschen Kliniken, die im Schnitt 15,06 Euro brutto pro Stunde zahlen.

Grafische Auswertungen

Wer bei Statistiken lieber Grafiken als Zahlen mag, findet die wichtigsten Daten in den folgenden fünf Diagrammen.

Das Gehaltsgefälle zwischen West und Ost beträgt bei geriatrisch tätigen Ergotherapeuten 22,37 Prozent.
Das Gehaltsgefälle zwischen West und Ost beträgt bei geriatrisch tätigen Ergotherapeuten 22,37 Prozent.
Das Gehaltsgefälle zwischen West und Ost beträgt bei geriatrisch tätigen Ergotherapeuten 22,37 Prozent.
Der Bruttostundensatz der Alltagsbegleiter liegt 2,81 Euro unter dem Ergotherapeuten. Dafür ist das West-Ost-Gefälle mit knapp 15 Prozent geringer ausgeprägt.
Ergotherapeuten mit Studienabschlüssen erhalten um bis zu zwei Euro höhere Stundensätze als nicht-studierte. Die Akademisierungsquote beträgt knapp 11 Prozent.
Der Stundensatz hängt stärker mit den Berufsjahren zusammen als mit dem Aus- oder Weiterbildungsstand.
An geriatrisch tätige Ergotherapeuten zahlen Kliniken den höchsten Stundensatz, verglichen mit Altenheimen und Praxen.
Bei einer durchschnittlich leichten Unzufriedenheit mit dem Gehalt bei beiden Berufen sind trotzdem mehr Ergotherapeuten als Alltagsbegleiter mit ihrem Gehalt zufrieden.

Auf die Miniaturbilder klicken, um die Diagramme zu betrachten.

Hättet ihr’s gewusst?

Decken sich eure Erwartungen mit den Ergebnissen? Packt ihr schon die Koffer und zieht von Ost nach West? Schreibt uns einfach, was euch am meisten überrascht, gefreut oder geärgert hat und welche Konsequenzen ihr für euch zieht. Außerdem beantworten wir gern eure Fragen zur Studie.