Hall Ranja,
hm, dass alle Bewohner mehr oder weniger an den Gruppen teilnehmen müssen, damit habe ich so meine Schwierigkeiten. Ich hätte als Bewohner da auch nicht immer Lust zu. Also ich denke, dass man da das Konzept mal überdenken sollte. Denn diese alten Menschen habe ihr leben gelebt, haben ihre Ideen und Gewohnheiten und diese müssen wir repektieren, Wir können immer nur Angebote machen - Annehmen müssen sie dann die Senioren.
Ein Raum und da sind alle drin?

? 10 bis 15 Menschen?

Hm, auch damit habe ich mein Problem: ich würde auch zwischendrin mal aggressiv werden, wenn ich mich gar nicht zurückziehen kann. Die alten Menschen sind sicher überfordert mit dieser ständigen Präsenz der vielen Menschen und dann auch noch Angebote.
Daheim haben sie allein oder zu zweit über Jahre gelebt, da lief dann mal Radio oder TV und das war es an Lärm. Den Staubsauger als Krachmacher hatte man dann zumeist selbst in der Hand und somit auch selbst die Kontrolle darüber. Sie habe ihren Tagesablauf selbst gestaltet und uns steht es nicht zu, diesen zu bewerten. Wenn jemand gern im Sessel sitzt und aus dem Fenster schaut, so kann ich ihm Angbote mache, versuchen sein Interesse zu wecken und ihm Alternativen anbieten. Das Annehmen ist seine Geschichte.
Kann man da bei euch die Situation ein wenig auch räumlich entzerren? Nischen, Rückzugsmöglichkeiten anbieten? eine ruhige Ecke schaffen, wo man ungstört dösen kann und dennoch nicht abgeschoben ist? Demente Menschen dosen ja gern ein wenig vor sich hin oder nehmen eine kurzes Nickerchen.
Vielleicht kannst du dich in deiner Einrichtung ja für die Einzelförderung einsetzen oder da Kollegen aus der ambulanten Praxis mit ärztl. Rezept ins Haus holen? Oder auch Alltagsbegleiter nach 87b, die eben Einzelförderung machen, Gespräche, Spaziergänge oder auch mal schweigend begleiten???
Gruß von sophia