Du liebäugelst damit, ein Studium im Bereich Gesundheit aufzunehmen? Aber Gedanken an Hörsäle, Vorlesungen und Fachlatein lösen eher gemischte Gefühle aus? Dann geht es Dir ganz ähnlich wie unserer Redakteurin Ulrike Ende. Sie hat den Schritt dennoch gewagt und bloggt nun in losen Abständen über das Abenteuer Studium.
Kein leichter Entschluss
"Ulrike wird Master"? So ganz wohl war mir bei dem Gedanken nicht. Ein Blog, in dem ich als "neue Masterstudentin" über meine Eindrücke, Erfolge, Ideen, aber wahrscheinlich auch Schwierigkeiten und Probleme schreiben würde. Aber vielleicht nimmt es einigen die Angst und hilft euch zu entscheiden, ob ihr auch mit einem Masterstudiengang starten möchtet. Also los geht’s: Begonnen habe ich Anfang September mit dem Masterstudiengang Therapiewissenschaft in Idstein. Ein berufsbegleitendes Studium über einen Zeitraum von zwei Jahren. Unterricht etwa einmal im Monat immer freitags und samstags, zwei Mal im Semester eine Präsenzwoche.
Freizeit ade
Man hatte mir bei meiner Einstufungsprüfung ziemlich Angst gemacht. Wie anspruchsvoll der Studiengang sei, dass Fresenius überhaupt ein sehr hohes Niveau hätte und dass man maximal 30 Stunden nebenbei arbeiten darf, aber am besten gar nicht! Heiraten in den nächsten zwei Jahren? Fehlanzeige! Nur gut, dass ich das schon hinter mir habe.
Quantitative Methoden zum Geburtstag
Der erste Schultag war, wie jede neue Herausforderung - egal ob neue Berufsausbildung oder Arbeitsstelle - spannend. Fresenius Idstein ist in Studentenforen als eine Hochschule mit familiärer Atmosphäre bekannt. Das konnte ich in der ersten Woche bestätigen: lauter nette Leute aus den Bereichen Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie. Dann ging es Schlag auf Schlag: neue Fächergruppen wie Public Health, Informationsmanagment, Evidence based Practice und Quantitative Analysen. Vor letzterem Fach hatte ich den größten Respekt. Vier Stunden nur quantitative Analysen. Und das an meinem Geburtstag. Es wurde unterrichtet von einem Professor Dr. phil. habil., Spezialist für neurodegenerative Erkrankungen. Und wisst ihr was? Zum ersten Mal hat mir jemand die Wunder der Mathematik anhand von Alltagsbeispielen greifbar gemacht. Das, was Mathelehrer über Jahre nicht geschafft hatten, gelang diesem Professor innerhalb weniger Stunden. Mitten im Unterricht schrieb ich meinem Mann (ich weiß, man macht das nicht): "Stell Dir vor, ich habe Signifikanz verstanden!" Das war wohl eines meiner außergewöhnlichsten Geburtstagsgeschenke!
Bis zum nächsten Mal,
Ulrike
PS: Habt ihr Fragen? Habt ihr gerade einen ähnlichen Schritt gewagt? Dann freue ich mich über eure Kommentare und Berichte!











Daniel kommentiert
Montag, 05. Dezember 2011
Ulrike kommentiert
Samstag, 10. Dezember 2011
Viele Grüße
Ulrike